Im Bundestag wird ordentlich gemeckert

Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Westerwelle sehen etwas erschöpft aus.

Jetzt wird abgerechnet: Im Parlament in Berlin - im Bundestag - ging es am Mittwoch hoch her. Die Politiker streiten dort im Moment darüber: Wie viel darf der Staat in diesem Jahr ausgeben? Und was wird er vielleicht reinbekommen?

Man nennt das auch den Haushaltsplan oder Etat. Dazu haben Kanzlerin Angela Merkel und ihre Minister Vorschläge für die einzelnen Bereiche wie Bildung oder Familie gemacht. Die Regierung bilden gerade die Parteien CDU, CSU und FDP.

Am Mittwoch stand eigentlich unter anderem auch auf dem Plan, wie viel Kohle das Bundeskanzleramt verbrauchen darf. Eigentlich - denn es gibt eine Art Brauch im Bundestag: Die Gegenparteien zur Regierung nutzen die Aussprache zum Kanzler-Etat, um kräftig über die Regierung zu meckern. Und zwar über die gesamte Politik der Spitzenleute. Das Ganze heißt Generaldebatte.

Die Gegenparteien bezeichnet man auch als Opposition. Die größte Gruppe in der Opposition stellt gerade die SPD. Und ihr Führungsmann Frank-Walter Steinmeier meinte: Immer mehr Menschen spürten, dass die Regierung nichts zu bieten habe - also schlecht arbeite. Eine Politikerin von den Grünen sagte über Merkel und ihre Leute: "Sie können es nicht". Die Bundeskanzlerin verteidigte dagegen ihre Politik. Es sei wichtig, gut aus der Krise in der Wirtschaft herauszukommen. Dazu sei es auch unbedingt nötig, viele neue Schulden zu machen.

Die Politiker reden noch bis Freitag weiter über den Haushaltsplan. Beschlossen wird der Haushalt wahrscheinlich erst in einigen Wochen.

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