Blutsauger: Zecken können Krankheiten übertragen

Igitt - in der Vergrößerung ist der Blutsauger kein schöner Anblick.

Sie sind meist nur wenige Millimeter groß und häufig schwer zu erkennen: Zecken. Sie sitzen in Hecken, Gräsern oder im Gebüsch. Zum Futtern befallen sie aber Tiere und Menschen.

Meist ist das harmlos. Doch manchmal übertragen die kleinen Viecher Krankheiten. Wie aber geht das? Zecken setzen sich auf Tiere oder Menschen, wenn die vorbeigehen oder vorbeilaufen. Dann stechen sie ihre Opfer in die Haut - piks! - und lecken und saugen das austretende Blut. Meist lassen sie erst wieder los, wenn sie kugelrund vollgefuttert sind.

Was tun gegen Zecken?

Es gibt eine paar Dinge, was man tun kann, um sich vor Zecken zu schützen:

- Bei Ausflügen ins Grüne solltest du lange Hosen, feste Schuhe, Socken und langärmelige Oberteile tragen. Am besten vom Frühling bis Herbst. So kommen die Zecken nicht so leicht an die Haut.

- Ein weiterer Tipp: helle Kleidung tragen! Darauf sieht man die Zecken nämlich besonders gut und kann sie dann leichter absammeln.

- Nach dem Ausflug nach Zecken absuchen: Die Blutsauger stechen am allerliebsten dort, wo es feucht und warm ist. Und wo die Haut schön dünn ist. Beim Menschen findet man sie daher oft in den Kniekehlen oder Achselhöhlen, hinter den Ohren oder am Haaransatz.

Die Krankheit Borreliose zum Beispiel wird genau bei diesem Stechen übertragen. Doch selbst, wenn man von einer Zecke gestochen wird, wird man nicht in jedem Fall krank. "Aufpassen sollte man, wenn man nach einem Zeckenstich einen roten Fleck an der Einstichstelle bekommt, der sich ausbreitet", sagt der Arzt Thomas Talaska. "Das ist die sogenannte Wanderröte." Wer sie bekommt, hat sich wahrscheinlich mit den Borreliose-Bakterien angesteckt. Einige Menschen bekommen allerdings keinen Fleck, sondern etwa Fieber - auch noch Wochen nach einem Stich. Dann heißt es auf jeden Fall: auf zum Arzt. Doktor Talaska muss es wissen. Er ist ein echter Fachmann für Zecken. Er sammelt sie regelmäßig im Wald für seine Untersuchungen. Dabei wird er etwa einmal im Jahr gestochen. Auch die Wanderröte hat er schon mal bekommen. Aber das sei kein Grund zur Panik, sagt Talaska. Schließlich gibt es Medikamente, mit denen die Borreliose gut behandelt werden kann.

Hintergrund: Wie man eine Zecke entfernt

Ein Zeckenstich ist erst einmal kein Grund zur Panik. Mit einer feinen Pinzette oder mit einer Zeckenzange lassen sich die Tierchen nämlich meist recht einfach entfernen.

Dazu greift man die Zecke so, dass man sie ganz dicht über der Haut erwischt. Dann zieht man sie vorsichtig heraus, ohne den Körper zu quetschen.

Drehen muss man die Zecken dabei nicht - sie haben ja schließlich kein Gewinde wie zum Beispiel eine Glühlampe. Außerdem darf man die Tiere auf keinen Fall mit Öl, Klebstoff oder ähnlichen Dingen einschmieren. Manche Leute glauben zwar, dass sie die Zecken so töten können. Doch dann passiert oft Folgendes: Die Zecke spuckt kurz vor ihrem Tod den Inhalt ihres Magens und Darms in die Wunde - und damit möglicherweise auch Krankheitserreger.

Wer nicht sicher ist, ob er oder sie eine Zecke allein aus der Haut bekommt: Das kann man natürlich auch von einem Arzt machen lassen.

Kommentare