Der Blitzableiter: Wer hat ihn erfunden?

Da hat's aber ordentlich geblitzt! Zum Glück hat jemand für solche Fälle den Blitzableiter erfunden.

Früher dachten viele Menschen, Blitz und Donner wären eine Strafe Gottes. Deshalb betete man und läutete bei Gewitter oft die Kirchenglocken. Das war gefährlich: Kirchtürme wurden nämlich besonders häufig vom Blitz getroffen, weil sie so hoch waren.

Zum Glück waren nicht alle Menschen so abergläubisch - etwa der Amerikaner Benjamin Franklin - ein berühmter Politiker und Naturforscher. Er war sich zum Beispiel sicher, dass Blitze eine Form von Elektrizität sind, also eine Art riesiger Funken. Und dass man sie weniger gefährlich machen könnte, wenn man nur wüsste, wie sie entstehen.

Deshalb ging er an einem Sommertag vor über 250 Jahren mit seinem Sohn nach draußen, um einen Drachen steigen zu lassen. Der Drachen hatte eine Metallspitze. Die sollte die Blitze eines Gewitters einfangen. Am Ende der Drachenschnur hing ein Schlüssel aus Metall.

Franklins Drachen stieg bis hoch in die elektrisch geladenen Gewitterwolken. Von dort konnte Strom über die Drachenspitze und die nass geregnete Drachenschnur bis in den Schlüssel fließen. Dort angekommen, sprühte es Funken. Das war der Beweis: Blitze sind aus Elektrizität.

Allerdings hatte Franklin großes Glück: Wenn ein Blitz direkt in seinen Drachen eingeschlagen wäre, hätte der Versuch ihn das Leben gekostet. So aber konnte er ein nützliches Gerät erfinden: Den Blitzableiter, dessen Metallspitze auf dem Hausdach die Blitze einfängt und über einen Draht am Haus vorbei in die Erde leitet. Dort kann der Blitz keinen Schaden mehr anrichten.

In Deutschland wurde der erste Blitzableiter übrigens auf dem Turm der St. Jacobi-Kirche in Hamburg aufgestellt.

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