Blinde Tiere haben oft kaum Probleme

Schau mir in die Augen, Wuffi.

Sehen ist auch für Tiere sehr wichtig, damit sie sich zurechtfinden. Genau wie für uns Menschen. Aber es gibt auch ein paar Unterschiede, wie eine Tieraugenärztin erklärt.

"Tiere nutzen ihre Augen anders als Menschen. Sie müssen zum Beispiel keine Zeitung lesen oder auf der Autobahn nach Schildern gucken, wo die nächste Ausfahrt ist." Deshalb spielt es für die meisten Haustiere wie Katzen, Hunde oder Kaninchen zunächst kaum ein Rolle, wenn sie blind werden.

Ein gesundes Auge könne das blinde in der Regel ausgleichen, sagt die Expertin. Kritisch wird es oft erst, wenn die Tiere mit beiden Augen nicht mehr sehen können. Probleme bekommt zum Beispiel ein Hund vor allem, wenn er sich in einem unbekannten Umfeld aufhält wie im Urlaub. "Zuhause, in der Umgebung, die er kennt, findet er sich zurecht", sagt die Ärztin. Das gilt auch für die Gassirunde, die er jeden Tag geht. Oft merke das Herrchen nicht, dass sein Hund blind geworden ist. Erst in einem unbekannten Raum läuft der Hund dann vielleicht gegen etwas oder tapst sehr vorsichtig vorwärts.

Anders sieht es bei Pferden aus. "Ein Pferd muss sehen, damit es geritten werden kann", sagt die Fachfrau. Sonst wird es gefährlich. Auch blinde Hunde sollten zur Sicherheit klare Kommandos lernen, empfiehlt sie. "Der Hund muss auf ein "Stopp!" sofort stehenbleiben - wenn er zum Beispiel ans Ende eines Bürgersteigs läuft oder plötzlich ein Radfahrer um die Ecke biegt."

Weil blind sein für die meisten Haustiere nicht besonders dramatisch ist, hat die Medizinerin eine gute Nachricht: "Blindheit ist in den aller seltensten Fällen ein Grund, dass das Tier eingeschläfert werden muss."

Homepage Eule

Kommentare