Blick in die Zukunft - Was der Klimawandel bewirkt

Der Klimawandel könnte bedeuten, dass neue Schädlinge einwandern und Bäume zerstören.

Brrr, Fröstel. Die Füße sind in dicken Socken, die Finger in wärmenden Handschuhen eingemummelt. Darauf kann man in der Zukunft in manchen Wintern wohl verzichten. In 50 Jahren zum Beispiel.

Zumindest wenn wir Menschen nicht stärker gegen den Klimawandel vorgehen. Das erklärt Klimaexperte Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe aus Potsdam in Brandenburg.

Forscher wie er überlegen, welche Folgen der Klimawandel haben kann, wie die Erde in Zukunft aussieht und wie die Menschen und Tiere dann leben. Allerdings heißt das nicht, dass es tatsächlich so passiert, wie sie sich das ausmalen. Denn wer kann schon genau die Zukunft vorhersagen?

„Wenn die Winter nicht so kalt sind, können die Leute vielleicht noch im November draußen im Café sitzen. Und man muss nicht so viel heizen“, erklärt der Experte. Das wäre doch nett - oder? Doch dieses Wetter sorgt für Stress in der Natur. Schädlinge könnten zum Beispiel einwandern, denen es vorher in Deutschland zu kalt war. Diese Tiere könnteneinigen Bäumen und Pflanzen den Garaus machen, wie etwa den Kastanien-Bäumen.

Im Sommer wird es dagegen heißer und trockener: In der Jahreszeit kann man dann länger in kurzen Hosen herumlaufen. Man braucht seltener eine Regenjacke, denn es wird weniger regnen.

Klingt erst mal toll, aber: „In Brandenburg zum Beispiel werden einige der Kiefernwälder kaputtgehen, weil sie nicht so viel Wasser bekommen“, erklärt der Experte. „Und die Leute könnten häufiger zu Fuß durch den Fluss Oder waten.“ Weil die Flüsse weniger Wasser führen.

Es wird öfter über längere Zeit sehr heiß werden und das Thermometer häufiger auf über 30 Grad klettern. Eine Hitze, die einige Menschen nur schwer aushalten. Die wärmeren Temperaturen sorgen zum Beispiel auch dafür, dass an den Bäumen eher Blätter wachsen und sie später herunterfallen, meint der Fachmann.

Um diesen Klimawandel zu bremsen, müssen weniger Treibhausgase wie Kohlendioxid in die Luft gepustet werden, zum Beispiel aus Schornsteinen und Auspuffen. Die Gase verhindern, dass Wärme in den Weltraum entweichen kann. Die Erde heizt sich auf.

Gerade treffen sich viele Politiker und Experten in Mexiko und streiten darüber, wie das Klima geschützt werden kann. Eigentlich sollen sich die über 190 Staaten auf einen Vertrag einigen. Doch es ist längst nicht sicher, ob den Politikern das gelingt. Am 10. Dezember soll das Treffen zu Ende gehen.

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