Bimmelim! Straßenbahnen gibt's seit rund 150 Jahren

Steht auf Züge: Sylvia Hladky ist von Beruf Straßenbahn-Fan.

Durch unsere Städte rattern heute S-Bahnen, Autos, U-Bahnen, Busse... Früher hatten es die Menschen nicht so bequem. Wenn sie kein Geld für eine Kutsche hatten, mussten sie laufen. Bis vor etwa 150 Jahren die ersten Straßenbahnen erfunden wurden.

Bimmelim! Die Straßenbahn fährt los. Sie bringt Kinder in die Schule und Erwachsene zur Arbeit. Straßenbahnen gibt es seit etwa 150 Jahren. Die ersten wurden noch von Pferden durch die Stadt gezogen.

Die meisten Menschen waren damals zu Fuß unterwegs. Sie brauchten deshalb sehr lange, um ans Ziel zu kommen. Schneller ging es in der Kutsche, aber eine Kutschfahrt war recht teuer. "Das konnte sich nicht jeder leisten", sagt Sylvia Hladky. Sie leitet in München in Bayern das Verkehrszentrum. Das ist ein Museum mit vielen alten Fahrzeugen, dort stehen auch prächtige Kutschen. In ihnen fuhren früher Könige.

Gewöhnliche Stadtleute brauchten andere Transportmittel. Am besten welche, die wenig kosteten und in denen viele Menschen Platz fanden. Zum Beispiel Straßenbahnen und Busse. Anfangs spannten die Menschen noch Pferde vor die Straßenbahnen. Am passenden Motor tüftelten die Techniker noch.

Die erste Pferdestraßenbahn rollte im Jahr 1832 durch die Straßen der Stadt New York in den USA. 33 Jahre später fuhr in Berlin auch die erste Pferdestraßenbahn Deutschlands. Es gab eine feste Strecke, feste Haltepunkte und einen festen Fahrpreis. "So ähnlich wie wir es heute kennen", sagt die Expertin.

Bahnen und auch Omnibusse wurden mit der Zeit immer beliebter. Sie mussten sich die Straßen mit Fahrrädern, Kutschen und den ersten Autos teilen. Irgendwann wurde es zu eng in vielen Städten. So kam die Idee auf, Bahnstrecken in die Höhe und unter die Erde zu bauen. Es entstanden Hochbahnen und Untergrundbahnen. Die erste U-Bahn in Deutschland fuhr im Jahr 1902 durch Berlin.

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