Die besten Spiele der Gamescom

Köln - Die Videospiele-Welt blickt nach Köln: Auf der Messe Gamescom können die Games schon vor der Markteinführung testen. 200 Spiele-Premieren gibt es heuer. Wir zeigen die besten Games. 

In der Computerspiele-Industrie kriselt es ­ doch die Gamescom zeigt sich davon unbeeindruckt: 505 Unternehmen präsentieren auf der größten europäischen Branchenmesse in Köln ihre Neuheiten, rund 50 mehr als vor einem Jahr. Im Trend stehen dieses Mal vor allem neue Steuerungen, mit denen die Spiele auf Körperbewegungen reagieren. Damit wollen die Hersteller verstärkt Familien als Zielgruppen gewinnen. Die Messegesellschaft erwartet mindestens so viele Besucher wie im vergangenen Jahr, als 245 000 Menschen kamen. Am Mittwoch war die Gamescom zunächst für Fachbesucher und Journalisten geöffnet, von Donnerstag an ist sie offen für alle.

Die erfolgsverwöhnte Branche hatte 2009 in Deutschland den ersten Umsatzrückgang seit sieben Jahren verzeichnet: Der Erlös sank um 2,4 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, wie die Marktforscher von Pricewaterhouse Coopers (PwC) kürzlich berichteten. Fürs laufende Jahr erwarten sie ein minimales Plus um 0,4 Prozent. Einen Boom sagen die PwC-Experten dagegen bei Online-Spielen voraus.

Für Schwung sollen vor allem neue Eingabegeräte sorgen, die den klassischen Controller verzichtbar machen. Sowohl die Kinect für Microsofts Xbox 360 als auch Move für Sonys Playstation 3 lassen sich über Gesten steuern und ermöglichen so neue Spielkonzepte. In Köln können Spieler die Geräte sowie die dafür entwickelte Software erstmals nutzen.

Die Spiele-Highlights der Gamescom

Die Spiele-Highlights der Gamescom

Fans von Harry Potter etwa schleudern in dem für November angekündigten neuesten Abenteuer des Zauberschülers - “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ - ihre Sprüche mit einer Handbewegung auf die Schergen Voldemorts. Etliche Tanzspiele setzen ebenfalls auf die Bewegungssteuerung, in “Michael Jackson - The Experience“ tanzen die Spieler auf den Spuren des King of Pop.

Die Unternehmen hoffen auf neue Zielgruppen, Familien und Mädchen etwa. Gleichzeitig wollen sie ihre Kernklientel durch kostenlose Spiele nicht verschrecken. Junge Männer geben immer noch am meisten Geld für Computerspiele aus.

Diese Ausrichtung ist auch auf der Messe sichtbar: Trotz Tanzen, Bowlen und Golfen spielen Ego-Shooter, Action-Kracher und Rollenspiele weiter die größte Rolle. Hier kommt allerdings nicht jeder rein: Die Messe kontrolliert das Alter der Besucher und kennzeichnet sie mit einem farbigen Armband. Insgesamt erwarten die Veranstalter auf der Gamescom rund 200 Premieren von Spielen.

Den Boom von Online-Spielen greifen die Messemacher mit der Einrichtung einer “Online-World“ in Halle 9 auf. In diesem Segment sind auch etliche deutsche Unternehmen stark vertreten, etwa Gameforge aus Karlsruhe oder Innogames und Bigpoint aus Hamburg.

Ein eigener Bereich auf der Messe befasst sich mit dem Thema Jugendschutz. Rund 45 Aussteller informieren über den richtigen Umgang mit Computerspielen. Der Bundesverband des Spielwareneinzelhandels und der Verein Computer Projekt Köln stellten am Mittwoch ein neues Gütesiegel vor, das Eltern beim Kauf von Computerspielen Orientierungshilfe bieten soll. Das Siegel “pädagogisch wertvoll“ soll künftig Spiele kennzeichnen, die für Kinder über den reinen Spielspaß hinaus einen Mehrwert bieten.

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