Bauzaun und bunte Lichter: 100 Tage höchster Wolkenkratzer

Der Wolkenkratzer Burj Chalifa steht jetzt 100 Tage.

Die Feier war grandios. Als der höchste Wolkenkratzer der Welt eröffnet wurde, sauste Feuerwerk in den Himmel, es wurde getanzt und gesungen.

Das ist an diesem Mittwoch genau 100 Tage her. Doch immer noch läuft nicht alles glatt im Burj Chalifa. So heißt der 828 Meter hohe Turm. Er steht in Dubai auf der Arabischen Halbinsel.

Zum Beispiel blieb die Besucherplattform im 124. Stock mehrere Wochen geschlossen. Offenbar musste dort etwas repariert werden. Seit Anfang April kann man nun wieder hinauf. Und der Andrang ist groß, obwohl der Eintritt umgerechnet etwa 20 Euro kostet. Viele Besucher sind trotzdem begeistert von der Aussicht. "Total beeindruckend, toll, großartig", schwärmen ein paar deutsche Touristen.

Es ist allerdings nicht einfach, an Karten zu kommen. "Ich war vor drei Tagen hier, um sie zu kaufen und habe eineinhalb Stunden lang anstehen müssen", erzählt eine Inderin. Klasse fand sie die Fahrt im Aufzug: "Es lief Musik und ständig zogen farbige Lichter und Bilder an unseren Augen vorbei." Auch ein Amerikaner und sein Sohn fanden den Aufzug toll. "Da hat nichts geklappert oder gewackelt."

Allerdings können Besucher bisher nicht durch den normalen Eingang in den Turm. Der liegt noch immer hinter einem großen Bauzaun versteckt, weil er noch nicht ganz fertig ist. Besucher werden deshalb durch einen Tunnel ins Gebäude geschleust. Der beginnt in einem großen Einkaufszentrum in der Nähe.

Auch an der Fassade sind noch Arbeiter am Werke. Deshalb können die Leute, die eine Wohnung in dem Turm gekauft haben, noch nicht einziehen. "Der Turm ist typisch für Dubai: Erst wird zu schnell gebaut, dann gibt es Probleme", sagte ein deutscher Ingenieur, der in der Gegend arbeitet.

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