Baumwolle - Eine vielseitige Pflanze

Arbeiter auf einem Baumwollfeld in Brasilien.

T-Shirts sind aus Baumwolle. Pullis und Hosen auch. Außerdem Socken, Handtücher, Bettzeug, Ohrenstäbchen und Verbände: Ohne Baumwolle wären wir ziemlich aufgeschmissen. Doch woraus ist sie gemacht? Aus einer Pflanze.

Die Baumwollpflanze gehört zur Familie der Malvengewächse. Ihre Blüten sind weiß, gelb oder rosa bis purpurrot. Die Pflanzen entwickeln auch sogenannte Fruchtkapseln. Die sind etwa so groß wie eine Walnuss. Wenn sie reif sind, springen die Kapseln auf und heraus quillt ein meist weißer Wollbausch. Diese fluffigen Fasern kennen wir als Baumwolle.

Die Fasern nennt man Samenhaare. Zwischen ihnen sind etwa 5 bis 10 schwärzliche Samen versteckt. Um die Samenhaare zu Stoff zu machen, werden die Samen aussortiert. In einer Kapsel gibt es zwei Sorten von Fasern - kurze und längere. Die kurzen Fasern braucht man, um daraus zum Beispiel Papier, Watte oder Polster zu machen. Die langen Fasern werden gebleicht, gefärbt und zu Garn versponnen.

Baumwollpflanzen wachsen vor allem dort, wo es schön warm ist. Besonders viel Baumwolle wird in den USA, in Indien und in China angebaut.

Wie irre wichtig die Baumwolle für Menschen auf der ganzen Welt ist, zeigte am Donnerstag auch ein großes Treffen in Bremen in Norddeutschland. Auf der Internationalen Baumwolltagung kommen alle zwei Jahre Wissenschaftler, Hersteller und Händlern aus vielen Ländern zusammen. Sie reden dann unter anderem über die Ernte und Forschung. Die Tagung geht noch bis Samstag.

Kommentare