Basketballtrainer: In Namibia ist vieles anders

Frank Albin mit einer Gruppe von Schülern in Windhuk in Namibia.

Beim Joggen wäre der deutsche Basketballtrainer fast schon mal auf eine sehr giftige Schlange getreten. Trotzdem lebt und arbeitet Frank Albin gerne in dem afrikanischen Land Namibia.

Er will dort möglichst viele Kinder und Jugendliche für seinen Sport begeistern. Frank Albin erzählt, was in Namibia anders ist als in Deutschland.

Warum bist du als Basketballtrainer nach Namibia gezogen?

Frank Albin: "Mir hat Afrika schon immer gut gefallen. Die Landschaft ist ganz anders. Aber ich bin ja nicht zum Urlaub machen hier. An meiner Arbeit reizt mich die Herausforderung, weil Basketball hier noch sehr wenig gespielt wird. Man leistet also viel Aufbauarbeit und muss bei Null anfangen."

Du hast vorher auch in Deutschland gearbeitet. Was ist in Namibia anders?

Frank Albin: "Fast alles! In Deutschland gibt es Ligen, Vereine, der Sport ist gut organisiert. Das gibt es hier alles nicht. Auch wenn man mal auf die Schulhöfe guckt: In Deutschland steht fast überall ein Korb und jemand hat einen Ball zum Spielen dabei. Hier muss ich die Körbe selber bauen und aufstellen. Die Bälle lasse ich mir aus Deutschland schicken."

Liegt das daran, dass Namibia ein armes Land ist - verglichen mit Deutschland?

Frank Albin: "Auf jeden Fall. Das merke ich auch bei meiner täglichen Arbeit. Viele Kinder kommen aus armen Familien. Sie haben nicht genug zu essen und zu trinken. Manche sind Waisen, denn ihre Eltern sind früh gestorben. Beim Basketballspielen können viele für eine kurze Zeit ihre Sorgen vergessen."

Eine Schule für Ballartisten

Die Fächer heißen: Passen, werfen, jonglieren und in den Schulstunden wird getanzt. Wo es so etwas bald gibt? In Namibia! Der deutsche Basketballtrainer Frank Albin baut in dem Land im Südwesten Afrikas eine Basketball-Artistengruppe auf.

Der Basketballtrainer plant: Schüler zwischen 10 und 12 Jahren sollen da so geschickt mit dem Ball umgehen lernen, dass sie Kunststücke vorführen können. Zum Beispiel mit drei Bällen jonglieren. Das ist nicht einfach, weil ein Basketball groß und schwer ist. Die Kinder werden in der Gruppe auch noch zu afrikanischer Trommelmusik tanzen, erzählte Frank Albin.

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