Eine Bambushütte als Klassenzimmer: So funktioniert Schule auf Bali

Eine Schule aus runden Bambusbauten: In der "Grünen Schule" auf Bali macht der Unterricht Spaß.

Der Schulweg führt durch den Dschungel. Riesige Bäume, Palmen, ein holpriger Steinweg, ein steiler Hang und dann eine Brücke aus Bambus über einen Fluss.

So kommt man zur "Green School" auf der asiatischen Insel Bali. Das heißt übersetzt "Grüne Schule".

Der Name passt gut, denn die Schule steht wirklich mitten im Grünen. Die Klassenzimmer schmiegen sich in den Wald hinein. Alles ist aus Bambus. Und mittendrin steht eine hohe, luftige Halle als Aula und für die geplante Bücherei.

Hierher kommen Kinder aus Bali und aus der ganzen Welt. Sie lernen viel über Umweltschutz und die Natur. Aber auch Mathe, Englisch und Kunst stehen auf dem Stundenplan. Und ein balinesischer Kampfsport, der an eine Schlammschlacht erinnert. Überhaupt ist Schmutzigmachen erwünscht. Biostunden finden oft direkt im Wald oder am Fluss statt.

Jede Klasse hat ihren eigenen Garten. Dort werden die Zutaten fürs Mittagessen in der Schule angebaut. "Es macht schon irre Spaß hier", sagt ein 13 Jahre alter Belgier. Es ist der letzte Schultag vor den Sommerferien. Aber er flitzt nicht nach Hause, sondern hängt lieber noch ein bisschen in der Schule rum. "Ich bin traurig, weil wir von Bali wegziehen", sagt er.

"Wir mögen die Schule sehr, weil es kein Gebäude aus Beton ist. Und wenn der Wind kommt, kannst du ihn fühlen", erzählen zwei Schüler auf der Internetseite der Schule.

Es gibt Kindergartenkinder, Grundschüler und Ältere. Bald soll man dort auch das Abitur machen können - besser gesagt einen ähnlichen internationalen Abschluss. Der einzige Haken: Die Schule ist teuer. Eltern müssen im Jahr mehrere Tausend Euro für den Unterricht zusammenkratzen. Schüler aus Bali können Hilfe bekommen. Nächstes Jahr gehen wahrscheinlich 150 bis 170 Kinder auf die Grüne Schule.

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