Ball unterm Arm und ab auf die Wiese!

Torsten Wohlert war mal Fußballprofi, jetzt trainiert er Kinder. "Wer im Fußball etwas erreichen will, muss sehr diszipliniert sein", sagt er.

Torsten Wohlert hat mehr als 300 Spiele als Fußballprofi gemacht. Inzwischen hat er längst aufgehört. Er ist 45 Jahre alt und trainiert in einer Fußballschule Kinder.

In einem Interview erzählt Torsten Wohlert, welche Tipps er für junge Fußballer hat und was man unter anderem tun muss, um richtig gut zu werden.

Wie ist es, als ehemaliger Profi jetzt Kinder zu trainieren?

Torsten Wohlert: "Die Kinder bringen mir sehr viel Respekt entgegen und sind sehr aufnahmefähig, das merke ich. Wenn ich was sage, hören sie mir zu. Die Profis machen auch nichts anderes im Training als wir in der Fußballschule, nur intensiver. Koordination, Gelenkigkeit, Schnelligkeit, Schusstraining - das kleine ABC des Fußballs eben."

Welche Tipps haben Sie denn für junge Spieler?

Torsten Wohlert: "Wer im Fußball etwas erreichen will, muss sehr diszipliniert sein und ein Ziel vor Augen haben. Das ist wie im Beruf oder in der Schule. Man muss einfach wissen, was man will und dann mehr dafür tun als andere. Wenn im Verein zweimal in der Woche Training ist, dann kann man auch ein drittes oder viertes Mal für sich trainieren. Einfach den Ball unter dem Arm klemmen und ab geht's auf die Wiese."

Was passiert, wenn jemand in der Fußballschule richtig gut ist?

Torsten Wohlert: "Wenn jemand was draufhat, das merke ich schnell. Ich bin ja lange genug im Geschäft. Da rufe ich dann schon mal bei Fortuna Düsseldorf an und sage denen: "Hey, ich hab hier einen Guten, schaut euch den mal an." Zwei oder drei Talente hat man hier immer dabei. Ich sage aber nicht gerne: "Die sind besser." Ich sage lieber: "Die sind weiter." Bei den anderen kann das ja auch noch kommen. Ich war auch kein begnadeter Fußballer, sondern habe mir alles erarbeitet."

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