Bahn frei für CryoSat-2

Der Satellit CryoSat-2 soll das Eis auf unserer Erde erforschen.

Eis, Eis, Eis und eiskalter Wind... Am Nordpol und am Südpol ist das Klima total ungemütlich. Wälder und Blumenwiesen findet man dort nicht. Schade? Nicht wirklich.

Was ist der CryoSat-2?

CryoSat-2 - ein merkwürdiger Name für einen Satelliten. Aber er macht Sinn. Denn der erste Teil kommt von dem griechischen Wort "kryos". Das bedeutet Kälte oder Frost. Schließlich soll der Satellit ja die Eisschicht auf dem Nordpol und Südpol messen. Und warum Nummer 2? Der Vorgänger CryoSat war vor mehr als vier Jahren kurz nach dem Start nahe des Nordpols ins Meer gestürzt... CryoSat-2 ist übrigens schwerer als eine ausgewachsene Kuh. Er wiegt etwa 700 Kilo.

Dicke Eisdecke an den Polen ist enorm wichtig. Sie hat zum Beispiel einen großen Einfluss aufs Klima im Rest der Welt. Das Eis wirft viel Sonnenlicht zurück. Ohne das Eis würden die Sonnenstrahlen das Meerwasser noch stärker erwärmen. Und das würde das Klima durcheinanderbringen. Außerdem würden sich Strömungen im Meer ändern, wenn das Polareis schmelzen und sich massenweise kaltes Wasser in die Ozeane mischen würde. All diese Zusammenhänge sind sehr kompliziert. Um sie besser zu verstehen, wollen Forscher der europäischen Raumfahrtorganisation ESA einen neuen Satelliten ins All schicken. Er heißt CryoSat-2 und wurde speziell zur Beobachtung der Pole entwickelt. An diesem Donnerstag soll er vom Weltraumbahnhof Baikonur in Asien aus ins All starten.

Der Satellit soll die Erde so umrunden, dass er dabei jedes Mal über die Pole fliegt. Er hat ein besonderes Messgerät an Bord. Es soll Daten liefern darüber, wie dick das Eis ist und wie schnell es schmilzt. Das Instrument arbeitet sehr präzise: Es kann die Höhe eines Eisbergs auf rund ein bis drei Zentimeter genau bestimmen. Das funktioniert übrigens auch, wenn eine Wolkendecke dazwischen liegt.

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