Auch rockige Lieder auf dem Hackbrett

Das Instrument zu spielen erfordert ziemliche Konzentration...

Ein Hackbrett hat 96 Saiten, die eng beieinander liegen. Immer die richtige Saite zu treffen, ist gar nicht so leicht.

Man muss viel üben, sagt Sabine Baumgartner. Sie ist Musiklehrerin in Oberstaufen in Bayern und unterrichtet seit 30 Jahren Hackbrett. Sie erklärt, warum man das Instrument besser auswendig spielt.

Woher hat das Hackbrett seinen lustigen Namen?

Sabine Baumgartner: "Wahrscheinlich weil man das Instrument auf einen großen Klotz gestellt hat, um im Stehen spielen zu können. Das Ganze sah dann aus wie ein Hackstock, auf dem man Holz hackt. Auch die Bewegung mit den Schlägeln erinnert ein bisschen ans Hacken."

Ist es schwer, Hackbrett zu spielen?

Sabine Baumgartner: "Es ist wie bei jedem anderen Instrument auch - um richtig gut spielen zu können, muss man viel üben. Vorkenntnisse sind nicht nötig, auch wer kein anderes Instrument spielt, kann es lernen. Das Schwierigste beim Hackbrettspielen ist, mit den vielen, eng beieinander liegenden Saiten zurechtzukommen. Um die richtige Saite zu treffen, gehören die Augen eigentlich auf das Instrument. Wer gleichzeitig auf die Noten schaut, kann schnell durcheinanderkommen. Deshalb wird auf dem Hackbrett viel auswendig gespielt."

Ist das Hackbrett ein typisches Volksmusik-Instrument?

Sabine Baumgartner: "Viele Leute halten es für ein Volksmusik-Instrument, weil es vor allem im Alpenraum gespielt wird. Aber man kann auf einem Hackbrett natürlich auch jede andere Musik machen. Ich habe mit meinen Schülern zum Beispiel schon ein Stück aus dem Film "Dschungelbuch" oder richtig rockige Sachen gespielt. Das macht meinen Schülern viel Spaß und hört sich noch dazu gut an."

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