Aua, Bein gebrochen - Was nun?

Wenn alle unterschreiben, tut es gleich weniger weh - besonders wenn es Rudi Völler ist!

Verflixte Kiste, das tut höllisch weh! Hast du schon mal mitbekommen, dass ein Kind sich einen Knochen gebrochen hat? Beim Schliddern auf dem Eis zum Beispiel oder beim Fußball?

Oder jemand ist vom Klettergerüst gefallen? „Wenn man bei so einem Unfall dabei ist, sollte man den Notruf 112 wählen und einen Krankenwagen kommen lassen“, erklärt der Unfallarzt Dirk Sommerfeldt. Er arbeitet in einem Kinderkrankenhaus in Hamburg.

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Der Krankenwagen fährt einen dann schnell in eine Klinik. Dort arbeiten Tag und Nacht Ärzte und Pfleger in der Notaufnahme, um Menschen zu helfen. Sie nehmen einen gleich in Empfang, wenn man auf einer Art rollendem Bett in die Notaufnahme gebracht wird, denn laufen sollte man mit einem gebrochenen Bein erst mal nicht!

Die Ärzte geben oft als erstes Medikamente, damit die Schmerzen nicht mehr so schlimm sind - und sie die Patienten überhaupt untersuchen können. Die Medikamente werden häufig durch einen dünnen Schlauch gegeben, der am Arm festgemacht wird.

Dafür müssen die Ärzte einen mit einer Nadel stechen, meist in die Hand oder in den Arm. Angst vor Schmerzen wegen der Nadel braucht man aber nicht zu haben. Denn die Stelle wird vorher oft mit einer extra Salbe eingecremt. „Dann tut noch nicht mal mehr der Piks weh“, erzählt Dirk Sommerfeldt.

Dann fragen die Ärzte einem Löcher in den Bauch: Was ist eigentlich genau passiert? Wann und wo? Vorsichtig untersuchen die Mediziner das Körperteil, wo etwas gebrochen ist. Sie schauen, ob es dick geworden ist, es blutet oder ob es vielleicht nicht mehr richtig zusammenpasst.

„Dann müssen wir ein Röntgenbild von dem Bein machen“, sagt der Arzt. Auf solch einem Bild kann man erkennen, wie die Knochen im Körper aussehen. An welcher Stelle sind Knochen gebrochen? Und dann bereden die Ärzte zum Beispiel mit dir und deinen Eltern, ob das Bein eingegipst werden soll oder ob operiert werden muss. Für eine Operation müsstest du ein paar Tage in der Klinik bleiben.

„Weil Knochen bei Kindern schneller heilen und von alleine wieder gerade wachsen können, muss man aber nicht so häufig wie bei Erwachsenen operieren“, sagt Fachmann Sommerfeldt. Oft reicht ein Gipsverband für mehrere Wochen.

Bein kaputt - da lernt man viele Leute kennen!

Bein brechen ist ja nicht so toll, aber im Krankenhaus lernt man auch viele neue Leute und Berufe kennen.

Als erstes triffst du meistens auf die Sanitäter, die im Krankenwagen angedüst kommen, um dich flott ins Krankenhaus zu bringen - manchmal ist auch da schon ein Arzt dabei.

In der Klinik wirst du in der Notaufnahme von einer Krankenschwester oder einem Pfleger in Empfang genommen und dann kommt ein Arzt oder eine Ärztin.

In so einer Notaufnahme wuseln meistens ziemlich viele Menschen herum, die Leute die im Krankenhaus arbeiten erkennst du an ihren Kitteln.

In der Röntgen-Abteilung machen speziell ausgebildete Frauen oder Männer ein Bild von deinem kaputten Bein oder Arm. Solltest du operiert werden, kommt ein Arzt dazu, der dich vor der Operation mit einem Narkosemittel zum Schlafen bringt.

In dem Raum, wo du operiert wirst, arbeiten dann ungefähr vier bis sechs Fachleute zusammen. Das kriegst du aber nur am Anfang mit, weil du die meiste Zeit schläfst.

Am Ende einer Operation hast du also mit vielen Leuten zu tun gehabt, die du vorher nicht kanntest.

Wachstumsfugen - Was ist das denn?

Knochen sehen ja bei Kindern und Erwachsenen ziemlich ähnlich aus - dabei gibt es da auch einige Unterschiede. Das liegt daran, dass Kinder noch wachsen und dabei werden die Knochen ja immer länger und länger.

Kinderknochen sind da wo sie wachsen besonders empfindlich. Wachstumsfugen nennt man diese Stellen. Sie sitzen zum Beispiel in den langen Knochen des Beins jeweils am oberen und unteren Ende.

„Wenn diese Stellen durch einen Bruch kaputtgegangen sind, muss man operieren“, sagt der Unfallarzt Dirk Sommerfeldt. Denn sonst könnte der Knochen möglicherweise langsamer oder schneller wachsen als auf der anderen Seite und dann würdest du vielleicht schief stehen!

Eigentlich sagen Ärzte aber, dass sich Kinderknochen schnell wieder selbst reparieren. Und zwar schneller und einfacher als bei Erwachsenen. Manchmal wachsen die Knochen zwar erst mal ein bisschen krumm zusammen. Das macht aber oft nix - das renkt sich mit dem Wachstum häufig wieder ein.

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