Ein armes Land in der Karibik: Das ist Haiti

In Haiti sind auch sehr viele Kinder mit der Cholera erkrankt.

In der Sprache der Ureinwohner bedeutet Haiti so viel wie "bergiges Land". Haiti liegt auf der Insel Hispaniola in der Karibik. Die Hauptstadt heißt Port-au-Prince. An diesem Sonntag sollte in dem Inselstaat ein neuer Präsident und ein neues Parlament gewählt werden.

Auch bei uns finden solche Wahlen regelmäßig statt. Sie laufen meist sehr geordnet ab. In Haiti erwarten Fachleute mehr Chaos und Probleme - obwohl dort viel weniger Menschen leben als bei uns. Das Land hat fast 10 Millionen Einwohner. In Deutschland leben mehr als 80 Millionen Menschen.

Doch Haiti hat mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Der Staat ist sehr arm. Zahlreiche Menschen haben keine Arbeit und können für sich und ihre Kinder nicht genug Essen kaufen. Ein großes Problem ist auch die Bildung. Viele Familien sind so arm, dass die Kinder nicht zur Schule gehen können. Denn die kostet meist Geld.

Tausende Jungen und Mädchen arbeiten deshalb für reichere Familien. Sie schuften dort oft im Haushalt. Man nennt solche Kinder "Restavèk". Das kommt aus der französischen Sprache und bedeutet übersetzt "bei jemandem bleiben". In den fremden Familien bekommen die Kinder meist kein Geld, aber etwas zu essen. Leute von Hilfsorganisationen warnen jedoch, dass die Kinder dort ausgebeutet werden und ein schweres Leben haben.

Was die Lage im Land noch miserabler macht: Bei einem schlimmen Erdbeben im Januar wurden viele Häuser zerstört. Bis jetzt leben viele der früheren Bewohner dieser Häuser noch in Zelten unter Plastikplanen - ohne sauberes Wasser.

In so einer Umgebung können sich Krankheiten leichter ausbreiten. Zum Beispiel ist in Haiti die Cholera ausgebrochen. Die Krankheit wird durch Bakterien übertragen, die meist in schmutzigem Wasser leben. Wer das trinkt und sich die Cholera einfängt, kann gefährlichen Durchfall bekommen.

Auch Fieberkrankheiten wie Malaria oder Typhus sind verbreitet. Unter der unheilbaren Krankheit Aids leiden ebenfalls viele Menschen. Die wenigen Ärzte im Land sind völlig überfordert. Deshalb helfen ihnen Ärzte aus Deutschland und anderen Ländern.

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