Arme Kinder dürfen sich Spielzeug aussuchen

In diesem Laden stapelt sich das Spielzeug bis an die Decke, er ist extra für Kinder von armen Eltern.

Neues Spielzeug kostet Geld? Stimmt. Aber nicht immer. Denn es gibt einige Läden in Deutschland, die auch Spielsachen verschenken. Und zwar an Kinder aus armen Familien.

Ihr hättet gern eine neue Eisenbahn, einen Fußball oder eine Puppe - und am liebsten auch noch Rollschuhe? All diese Dinge kosten Geld. Und manche Eltern haben nicht sehr viel davon. Denn sie sind vielleicht arbeitslos. Ihre Kinder bekommen dann oft nur selten neues Spielzeug.

Viele arme Familien bekommen zwar Geld als Hilfe vom Staat. Das ist aber nicht besonders viel und meist muss trotzdem streng gespart werden. Damit Kinder aus solchen Familien dennoch mal neues Spielzeug bekommen können, gibt es zum Beispiel einen Laden in Duisburg in Nordrhein-Westfalen. Dort kriegen arme Kinder Spielsachen geschenkt.

Manche Leute geben ihr altes und kaputtes Spielzeug dem Laden. Helfer reparieren es dann: Sie nähen einem Teddybär neue Augen an oder sie kleben ein kaputtes Auto wieder zusammen. „Vom Kartenspiel bis zum Kickertisch haben wir alles dabei“, sagt ein Fachmann von dem Projekt.

Die Mitarbeiter laden arme Kinder dann einmal im Jahr zu einem „Plünderfest“ ein. Die Kinder dürfen sich dann so viel repariertes Spielzeug aussuchen, wie sie wollen. Und das sieht dann oft so aus, als wäre es ganz neu.

Solche Läden gibt es auch woanders in Deutschland. Einer steht zum Beispiel auch in Dortmund in Nordrhein-Westfalen. Obwohl die Regale des Ladens bis zur Decke voll sind, darf sich nicht jedes Kind einfach so bedienen. Man muss ein Papier vom Amt mitbringen. Darauf steht, dass die Eltern Hilfe vom Staat bekommen. Viermal im Jahr darf das Kind sich dann etwas aussuchen.

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