Anelle aus Südafrika will Fußball-Profi werden

Anelles Familie ist sehr arm und lebt in Gansbaai, im Süden Südafrikas.

Anelle will einmal ein Star werden. Ein Fußballstar. Der 12-Jährige sagt das ganz ernst und ruhig. "Nichts macht mir so viel Freude wie Fußball", schwärmt der Junge aus Südafrika.

"Ich spiele im Mittelfeld, aber ich kann auch Tore schießen", erzählt er stolz. Noch aber ist die große Welt des Profi-Fußballs weit entfernt. Anelles Familie ist sehr arm und lebt in Gansbaai, im Süden Südafrikas. Aber der Junge hat das Glück, in einer Fußballschule zu spielen.

Dort strömen fast jeden Nachmittag viele Jungen und Mädchen nach der Schule auf die Sportplätze. Die Fußballschule bekommt von verschiedenen Leuten Geld - zum Beispiel auch von einer deutschen Organisation, die in Südafrika helfen möchte.

Die Rasen der Fußballschule werden gepflegt. Es gibt ein kleines Clubhaus und Trainer, Bälle, Trikots und Limonade. Für einen armen Jungen wie Anelle ist das etwas Besonderes. "Wir müssen viel üben, es ist anstrengend, und wir müssen viele Regeln beachten, aber das muss sein", erzählt Anelle.

Wenn das Training vorbei ist, muss Anelle meist schnell nach Hause. Der junge Fußballer wohnt mit seiner Mutter und seinen drei Geschwistern in einer kleinen Hütte. Die ist zwar schief, aber picobello sauber und aufgeräumt.

Anelles Zuhause besteht nur aus einem Raum und gehört zu einem Stadtteil der Armen am Rande von Gansbaai. Hütten, oft aus Wellblech und Holzplatten gebaut, drängen sich hier dicht an dicht. Fußballschuhe gelten hier als Luxus, nur wenige Leute können sie sich leisten.

Anelle ist in seiner Familie für den Abwasch zuständig. Auch sonst hilft er seiner Mutter, die alleine ihre Kinder aufziehen muss. Da ist die Hilfe von Anelle besonders wichtig. Schließlich ist er der Älteste der Geschwister.

Der 12-Jährige träumt davon, einmal viel Geld zu verdienen, damit es seine Mutter leichter haben kann. Sollte es mit der Karriere als Fußballer nicht klappen, will er Anwalt oder Richter werden. "Es gibt hier so viel Kriminalität" sagt er. Er möchte dann für eine bessere Gesellschaft kämpfen. Aber noch lieber möchte er ein Fußball-Star werden.

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