Ampelmann mit Hut oder ohne Hut?

Der Ampelmann aus der früheren DDR ist inzwischen auch an manche Kreuzung in Städten im Westen gezogen.

"Stopp! Stehen bleiben!" Fordert dich manchmal auf einer Fußgängerampel ein roter Mann mit Hut dazu auf? Dann ist das ein Ampelmännchen aus dem Osten.

Den gab es früher in der Deutschen Demokratischen Republik, kurz DDR. So hieß der Staat im Osten Deutschlands. Inzwischen sind Ost und West längst wieder vereint zu einem Staat. Viele Dinge im Straßenverkehr sind heute überall gleich. Aber zwei verschiedene Ampelmänner gibt es immer noch: Den mit Hut aus dem Osten und den schlaksigen, dünnen Mann aus dem Westen.

Der Ampelmann aus der ehemaligen DDR ist mittlerweile richtig kultig und beliebt geworden: Es gibt ihn auf Tassen, T-Shirts und Tischlampen, er breitet seine Arme an einer Kette aus oder läuft am Rand einer Sonnenbrille entlang. Viele Menschen aus Deutschland und auch aus dem Ausland kaufen all diese Dinge.

Auch Städte im Westen finden den Ost-Ampelmann cool: Er ist auch dort an so manche Straßenkreuzung gezogen, zum Beispiel in Saarbrücken im Saarland. Dort leuchtet er in vielen Straßen gemeinsam mit seinem Ampelmann-Kollegen aus dem Westen. Das soll ein schönes Zeichen dafür sein, dass die Menschen in Ost und West wieder zusammengehören, sagt ein Mann, der für die Stadt Saarbrücken arbeitet.

Auch andere Städte im Westen Deutschlands haben den Ampelmann aus der früheren DDR übernommen. Guck doch mal auf die Fußgängerampel in deiner Straße: Leuchtet da vielleicht ein Mann mit Hut?

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