„Alternativlos“ ist das Unwort des Jahres

Es gibt doch immer eine Alternative - nur nicht beim Unwort 2010

Gesucht: ein fieses Wort. Ein Wort, das schlechte Stimmung macht oder auf andere Weise voll daneben ist. Eine Jury wählt jedes Jahr so ein Wort zum Unwort des Jahres.

Gewinner des Jahres 2010 ist das Wörtchen „alternativlos“. Aus mehr als 1000 Vorschlägen wurde es ausgesucht. „Alternativlos“ - das hört sich erst mal gar nicht so fies an, aber das Wort hat es in sich, meint die Jury.

„Alternativlos“ bedeutet, dass es bei einer Entscheidung keine anderen Möglichkeiten gibt. Eben keine Alternativen. Wer sagt, etwas sei „alternativlos“, sagt auch: „Da brauchen wir gar nicht drüber zu reden, wir haben eh keine andere Wahl.“ Und das ist in Wirklichkeit eher selten der Fall. Deshalb findet die Jury: Dieses Wort sollte man lieber nicht so oft gebrauchen. Denn man muss über Dinge diskutieren dürfen, um eine gute Entscheidung zu treffen.

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Wie wird das Unwort gewählt?

Etliche Politiker behaupteten 2010 zum Beispiel, das Bahnprojekt „Stuttgart 21“ sei alternativlos. Viele Menschen sehen das aber anders. Sie sind der Meinung, dass es sehr wohl andere Möglichkeiten gibt, als den alten Bahnhof in Stuttgart in Baden-Württemberg plattzumachen - und für irre viel Geld unterirdisch einen neuen zu bauen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel benutzte das Wort "alternativlos" auch, als es um die Frage ging, ob Deutschland Griechenland viel Geld leihen sollte. Auch hier waren zahlreiche Menschen der Ansicht, dass man dem kriselnden Griechenland auch anders hätte helfen können.

Es gibt auch ein Wort des Jahres, welches zum Beispiel in den Medien sehr oft benutzt wurde.

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