"Als Koch kann man viel von der Welt sehen"

Der Koch Sven Schmidt mit einigen Häppchen.

In der Pfanne brutzelt Fleisch, im riesigen Topf brodelt Wasser mit Kartoffeln - und immer wieder hört man, wie Messer etwas kleinschnibbeln. Mittendrin in der Küche steht Sven Schmidt.

Der 20-Jährige ist Koch und zaubert gemeinsam mit seinen Kollegen Politikern leckere Speisen auf den Teller.

Denn er arbeitet in der Küche des Verteidigungs-Ministeriums in der Hauptstadt Berlin. Sven hat uns verraten, ob er sich oft mit den scharfen Messern schneidet und was sein Lieblingsessen ist.

Wie bist du darauf gekommen, als Koch zu arbeiten?

Sven: Da war ich noch in der Realschule, in der 10. Klasse. Wir sollten uns vier Wochen einen Arbeitsbetrieb anschauen - und ich habe mich entschieden, in ein Restaurant zu gehen. Und was ich da gesehen und erlebt habe, hat mir von Anfang an Spaß gemacht. Das hat einfach gepasst!

Was ist daran toll?

Sven: Mich begeistert zum Beispiel, dass man aus einfachen Sachen wie einer Kartoffel etwas wie eine Kartoffel-Praline machen kann. Dazu mache ich Kartoffeln zu einer Art Brei, den ich würze. Und dann forme ich kleine Pralinen, die man backt. In die kann man auch ein Stückchen Nuss oder Speck stecken. Außerdem lernt man als Koch viel Essen kennen, was man vorher nicht kannte. Denn auch aus Meeres-Algen lässt sich Leckeres machen. Toll ist auch, dass man als Koch viel von der Welt sehen kann. Ich gehe ab September nach Dubai. Das liegt auf der Arabischen Halbinsel. Und danach dann vielleicht in die USA, nach Spanien, Italien oder Frankreich.

Gibt es denn auch was Nerviges an der Kocherei?

Sven: Ja, das Putzen! Wenn man keine Leute hat, die das machen, muss man danach seine Teller, Töpfe und so selbst spülen. Das steht bei mir oft noch vor dem Feierabend an.

Was muss man können, um Koch zu werden?

Sven: Man sollte kreativ sein. Man sollte also zum Beispiel eine Idee davon haben, wie man das Essen schön auf dem Teller anrichtet. Schon vor dem Kochen überlegt man sich, was von dem Essen zum Schluss rund oder eckig aussehen soll. Wichtig ist als Koch auch, einen guten Geschmackssinn zu haben. Man sollte merken, ob was schmeckt oder eben nicht.

Schneidest oder verbrennst du dich oft?

Sven: Am Anfang hab ich mich öfter mal geschnitten. Mit der Zeit habe ich gelernt, wie man am besten schneidet. Dann passiert das seltener. Wenn ich aber im Stress bin, kann es schon mal sein, dass ich mir die Finger am heißen Backofen-Blech verbrenne.

Was ist dein Lieblingsessen?

Sven: Das ist schwer zu sagen. Aber Jakobsmuscheln mag ich zum Beispiel sehr gerne. Aber auch ein Rindersteak ist immer schön.

Wettbewerb der Schülerköche

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