Akrobatisches Tanzen: Breakdancer üben viel

Gegen die Schwerkraft: Jenny, Michael und Melanie trainieren regelmäßig Breakdance - und können auch was!

Baby Freeze, Headspin, Windmill... wer sich hiermit auskennt hat's drauf. Zumindest was Breakdance angeht. Bei dieser Tanzart geht es ziemlich sportlich zur Sache.

Franziska gibt sich richtig Mühe. Immer wieder legt sie ihren Kopf seitlich auf den Boden, stützt sich mit den Händen ab und versucht, die Beine in der Luft zu halten. Doch schon im nächsten Moment fällt die 13-Jährige mit einem lauten Plumps auf den Boden. "Es ist total schwer, das Gleichgewicht zu halten", sagt sie. Franziska übt den Baby Freeze. So heißt eine Figur im Breakdance.

Es ist ganz schön viel los an diesem Nachmittag in einer Tanzschule in Kempten in Bayern. Ungefähr 20 Jungen und Mädchen machen beim Breakdance-Kurs mit. Vor einer großen Spiegelwand üben sie die Schritte und Figuren, die ihnen der Tanzlehrer zeigt. Einige Tänzer versuchen, sich auf dem Kopf oder dem Rücken zu drehen. Das sieht richtig spektakulär aus. Wer noch nicht so lange dabei ist, übt die Grundschritte und leichte akrobatische Figuren. Dazu läuft laute Musik aus den Lautsprechern und von der Decke strahlt buntes Licht auf die Tanzfläche.

Franziska ist begeistert. "Es macht voll Spaß, ist aber auch ganz schön anstrengend", sagt sie nach einer Stunde Training. Sie ist mit ihren Freundinnen Eva und Anna-Rosa heute zum zweiten Mal bei dem Tanzkurs dabei. Durch einen Film sind die drei auf die Idee gekommen, Breakdance zu lernen. "Die Bewegungen sehen einfach cool aus. Außerdem ist es mal was anderes, das macht nicht jeder", sagt Eva.

In dem Kurs ist das Alter der Breakdancer bunt gemischt. Tamara ist mit neun Jahren eine der Jüngsten. Obwohl sie erst seit einem Jahr dabei ist, kann sie schon richtig tolle Figuren. "Man muss auch zu Hause üben. Sonst verlernt man gleich wieder alles, was wir hier machen." Beim Üben sollte man aber unbedingt genug Platz um sich haben. Sonst geht es einem vielleicht wie der 15-jährigen Jenny, die beim Breakdance zu Hause im Wohnzimmer den Fernseher umgestoßen hat. Oder wie dem 16 Jahre alten Maurice: Er hat aus Versehen eine Lampe kaputt getreten.

Peter Biedler ist der Tanzlehrer der Gruppe. Er selbst macht seit neun Jahren Breakdance und kann seinen Schülern viel beibringen. Er legt großen Wert darauf, dass jeder Tänzer irgendwann seinen eigenen Stil entwickelt. "Eigenkreativität ist beim Breakdance wichtig. Das ist ja das Besondere daran: Jeder tanzt anders."

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