Ärzte gesucht! - Bericht über die Bundeswehr

Wehrbeauftragter Reinhold Robbe

Viele Soldaten krachen mit dem Panzer durchs Gelände oder marschieren mit Gewehr. Doch manche Soldaten sind auch in ganz anderen Bereichen tätig - etwa als Ärzte.

Sie arbeiten zum Beispiel in den fünf Krankenhäusern der Bundeswehr in Deutschland. Oder sie versorgen deutsche Soldaten auf Einsätzen im Ausland.

Die Bundeswehr beschäftigt unter anderem im Medizin-Bereich auch Leute, die keine Soldaten sind. Trotzdem gibt es nicht genug solcher Ärzte und Helfer. Und die, die es gibt, arbeiten zu viel. Das steht in einem Bericht über die Bundeswehr. Den stellte der Wehrbeauftragte des Bundestags, Reinhold Robbe, am Dienstag in Berlin vor. Er kritisierte darin viele Dinge, die seiner Meinung nach nicht glatt laufen.

Er warnte auch: Mehr Soldaten leiden unter Stress, Angst und schlimmen Erinnerungen. Sie schaffen es nicht, ihre Erlebnisse zu verkraften. Viele durchleben schreckliche Dinge wie einen Angriff oder eine Geiselnahme auch lange danach immer wieder von neuem. Im vergangenen Jahr wurden 466 Soldaten deswegen behandelt, schreibt Wehrbeauftragter Reinhold Robbe. Die meisten waren in dem Land Afghanistan in Asien im Einsatz. Dort wird viel gekämpft.

Manche Soldaten schämen sich aber auch dafür, dass sie mit ihren Erinnerungen nicht fertig werden - und gehen nicht zum Arzt. Das müsse sich ändern, forderte der Wehrbeauftragte. Störungen im Gehirn müssten genau wie Verletzungen am Körper akzeptiert werden.

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