Abenteuer-Job auf dem Weltraum-Flughafen im Dschungel

Startklar: Eine Ariane-5-Rakete der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) steht bereit auf dem Startplatz des Weltraumbahnhofs von Kourou.

Raketen, Dschungel und bewaffnete Soldaten - das klingt wie eine Szene aus einem James-Bond-Film. Für Reinhard Hildebrandt ist es Alltag. Seit vielen Jahren arbeitet er auf dem Weltraum-Flughafen in Südamerika. Er ist immer dabei, wenn eine Rakete ins All startet.

Reinhard Hildebrandt hat einen Job wie aus einem Abenteuerfilm. Sein Arbeitsplatz liegt am Rande des Dschungels. Durch das grüne Dickicht ziehen sich hohe Zäune und Stacheldraht. Sie sollen unerwünschte Besucher fernhalten. Auf dem Gelände wachen Soldaten mit Gewehren. Mehrere Kilometer vom Eingangstor entfernt ragt eine große weiße Rakete in die Höhe. Es ist eine "Ariane 5".

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Wo Reinhard Hildebrandt arbeitet? Auf dem Weltraum-Flughafen in Kourou. Der liegt in Französisch-Guayana im Nordosten von Südamerika. Die Region gehört zu Frankreich. Die Franzosen waren es auch, die vor vielen Jahren den Weltraum-Flughafen bauten. Inzwischen sind viele europäische Länder ebenfalls an ihm beteiligt.

Von dem Flughafen dort startet mehrmals im Jahr eine Ariane 5-Rakete ins Weltall. Das ist jedes Mal spannend - auch für Reinhard Hildebrandt. Obwohl er schon seit vielen Jahren dort arbeitet und einen Raketenstart bestimmt schon fast 200 Mal gesehen hat. "Das Herzklopfen setzt gleich wieder ein", erzählt der 56-Jährige.

Wenn eine Rakete abhebt, dürfen keine Menschen mehr in der Nähe sein. Das wäre für sie viel zu heiß. Außerdem kann es auch passieren, dass eine Rakete explodiert. Das ist bisher aber nur sehr selten vorgekommen. Besucher können den Raketenstart aber von einer Aussichtsplattform in ein paar Kilometern Entfernung beobachten. Das ist zwar ziemlich weit weg. Trotzdem spürt man dort, wie der Boden bei einem Raketenstart unter den Füßen wackelt.

Den Start der Rakete überwachen Reinhard Hildebrandt und seine Kollegen in einem Kontrollzentrum. Das ist etwas vom Raketen-Start-Ort entfernt. Die Fachleute lassen dann die vielen Monitore nicht aus dem Auge. Sie passen auf, dass alles glatt läuft. Und an der Wand hängen drei große Uhren, auf denen der Countdown bis zum Start läuft. 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1 - los geht's!

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