16-Jährige gewinnt Gold bei Schwimm-EM

Aus vollem Hals hat die 16-jährige Silke Lippok die deutsche Nationalhymne mitgesungen. Denn die Schwimmerin hatte gerade Gold gewonnen.

Und zwar bei den Europameisterschaften der Schwimmer in Ungarn. Am Montag holte Silke Lippok mit drei Mannschaftskameradinnen die Goldmedaille in einem Staffel-Wettbewerb. Und bei der Siegerehrung wurde die Nationalhymne der Sieger gespielt, wie es üblich ist.

Silke Lippok kommt aus Pforzheim in Baden-Württemberg, bei der EM ist sie die Jüngste im deutschen Team. Am Dienstag sprang sie gleich wieder für den nächsten Wettkampf ins Wasser: Sie überstand ihr erstes Wettschwimmen über die 100 Meter Kraulen. Ob sie es ins Finale schafft, sollte sich erst am frühen Dienstagabend entscheiden.

Am liebsten mag die Schülerin aber den Wettbewerb über die doppelte Strecke, also über 200 Meter. Damit ist Silke Lippok am Freitag dran.

Silke Lippok: Schrumpelige Haut nicht mein Problem

Silke Lippok sahnt gerade mächtig ab: Im letzten Monat angelte sich die Schwimmerin gleich fünf Titel bei den Europameisterschaften der Junioren. Nun schwimmt die 16-Jährige bei der EM der Erwachsenen mit.

Und sie schlug gleich wieder zu: Am Montag holte sie mit drei anderen deutschen Schwimmerinnen den ersten Platz in einem Staffelrennen. Silke Lippok ist die Jüngste im ganzen deutschen Team. Sie kommt aus Pforzheim in Baden-Württemberg. dpa-Nachrichten für Kinder hat sie bei der EM in Ungarn erzählt, dass sie sich über schrumpelige Haut keine Sorgen macht.

Kannst du das Wasser manchmal nicht mehr sehen?

Silke Lippok: "Ja, das ist eigentlich oft der Fall. Gerade im Winter, wenn's draußen kalt ist, und man denkt, "oh, jetzt muss ich ins kalte Nass rein", ist das nicht so angenehm. Aber wenn man ein paar Bahnen geschwommen hat, gewöhnt man sich dran und dann ist es okay. Einfach rein ins Wasser, das läuft."

Hast du als Schwimmerin eigentlich ständig schrumpelige Haut, zum Beispiel an den Fingern?

Silke Lippok (lacht): "Das ist jetzt nicht mein Problem, ich bin jetzt nicht so die Beauty-Queen, dass ich mir darüber Gedanken mache. Das muss man in Kauf nehmen."

Du sorgst dich also nicht ständig um dein Aussehen wie eine Schönheitskönigin. Behandeln dich die anderen Schwimmer und die Trainer im deutschen Team denn anders, weil du die Jüngste bist?

Silke Lippok: "Ich werde eigentlich behandelt wie alle anderen. Klar, ich kenn' die nicht so gut, aber ich habe mich relativ gut eingefunden."

Wie bist du zum Schwimmen gekommen?

Silke Lippok: "Durch einen Schwimmkurs. Meine Mama hat mich da reingesteckt mit vier Jahren. Vorher wollte ich überhaupt nicht schwimmen. Mit der Zeit lief's dann."

Was willst du als Schwimmerin alles erreichen?

Silke Lippok: "Über meine Lieblingsdistanz 200 Meter Kraul möchte ich auf jeden Fall ins Finale. Und an Olympia möchte ich auf jeden Fall teilnehmen, auch wenn in zwei Jahren viel passieren kann."

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