Gesundheit im Mittelpunkt

Dienstleistungen rund um den Patienten in der Bahnhofstraße 16a

Schon beim Bau vor 55 Jahren setzte das Haus in der Bad Hersfelder Bahnhofstraße einen städtebaulichen Akzent. Die Formensprache und viele Details des Gebäudes wie das Flachdach des zweigeschossigen Anbaus an der Vorderseite sind ein gelungenes Beispiel der Architektur der 1950er Jahre.

Eigentümer bis 2008 war die Deutsche Bahn AG, die das Haus 1957 als Unterkunft für ihre Zugführer mit Kantine und Schulungsräumen gebaut hat. Seit November 2010 hat die neue Eigentümergemeinschaft das Kulturdenkmal umfassend energetisch saniert und umgebaut. Der Abschluss der Bauarbeiten wird am Samstag, dem 18. August mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

Barrierefreier Zugang

Von Beginn an war in dem ehemaligen Bahngebäude eine Apotheke integriert, daneben drei Geschäfte, die im Laufe der Jahrzehnte immer mal wieder gewechselt haben. Größere Modernisierungen haben sich bis in jüngste Zeit aufgestaut.

Bei der umfassenden Sanierung des Gebäudes nach den Plänen des Architekturbüros Dipl.-Ing. Fred Dehn wurde auch dem Denkmalschutz Rechnung getragen. Als erstes ließen die Eigentümer Dr. Jost Weber, Geschäftsführer der Apotheke am Bahnhof, und Apotheker Matthias Holzapfel aus Friedlos, einen Fahrstuhl einbauen. Somit sind die beiden Obergeschosse barrierefrei zu erreichen. Die Fliesen im historischen Treppenhaus wurden mit einem aufwändigen Spezialverfahren gereinigt. „Massive Umbauten erfolgten im zweiten Stockwerk, um hier die passenden Räume für die Arztpraxis Dr. Gehl und das Kosmetikstudio seiner Frau zu schaffen“, schildert Dr. Weber die Baumaßnahmen.

Vordach wieder installiert

Auch das vor sechs Jahren aus Sicherheitsgründen abgerissene Vordach der Apotheke - charakteristisch für das Gebäude - wurde wieder errichtet, allerdings ohne die schlanken Säulen. Die Ursprungsform des Hauses ist damit wieder sichtbar. Im Zuge der Umbaumaßnahmen hat die Apotheke am Bahnhof einen apo-drive erhalten. Kunden in Eile, gehbehinderte Autofahrer, oder auch Mütter mit Kindern können hier ihre Arznei direkt in Empfang nehmen und bezahlen ohne das Auto zu verlassen. Durch neue Fensteroberlichter wirken alle Räume im Erdgeschoss jetzt heller und freundlicher. Mit dem durchlaufenden neuen Farbkonzept in grau und orangegelb präsentiert sich das Haus in einem neuen positiven Erscheinungsbild. Das neue Beleuchtungskonzept setzt das Haus jetzt auch von außen ins rechte Licht.

Einheitliches Bild

Auf der Rückseite des Gebäudes mit seinem Eingang zu den Praxis- und Therapieräumen sind 14 Parkplätze entstanden, eingefasst mit Gabionen und Pflanzen. Durch Umfahren des Gebäudes erreicht man auch den apo-drive. Um den Keller trockenzulegen wurden die Außenmauern bis zur Bodenplatte freigelegt und abgedichtet. Unter finanzieller Beteiligung der Stadt Bad Hersfeld wurde auf der Vorderseite des Gebäudes neues Pflaster in Material und Stil des Bahnhofvorplatzes verlegt, so dass ein einheitliches Gesamtbild entstand. Insgesamt haben die Immobilieneigner rund 1 Millionen Euro in Kauf und Sanierung des Gebäudes gesteckt. Mit dem Umbau hat das Gebäude in der Bahnhofstraße 16a auch ein neues Nutzungskonzept erhalten: Gesundheit im Mittelpunkt. Unter diesem Motto befinden sich heute die Apotheke, die apd-medikal GmbH mit Sanitätshaus und häuslichem Krankenpflegedienst, das Versicherungsbüro Lorré, die Massagepraxis Riemenschneider, die Praxis von Dr. med. Friedrich Gehl und das Kosmetikstudio „wohlgefühl“ von Andrea Gehl in dem Haus gegenüber vom Bahnhof.

Verbund der Spezialisten

Der Verbund mit diesen Spezialisten aus den Bereichen Pharmazie, Sanitätshaus, Pflege und ambulanter Versorgung ergänzt die Arztpraxis optimal. „Dienstleistungen rund um den Patienten können so wirtschaftlich und qualitativ hochwertig als ganzheitliches Konzept vernetzt in unserem Haus angeboten werden“, betont Dr. Weber. Der Vorteil für die Patienten sei die hervorragende zentrale Lage und die Erreichbarkeit mit allen Verkehrsmitteln, sagt der Eigentümer. „Mit der Sanierung haben wir eine spür- und messbare Verbesserung der Qualität in der Gesundheitsversorgung erreicht“. Im ersten Obergeschoss sind noch circa 90 Quadratmeter frei. Diese Räume wären geeignet für einen Therapeuten, eine kleine Praxis oder ähnliches, um den Gesundheitsgedanken weiter zu komplettieren.

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