Thema: Heizen mit Köpfchen

Brennwert, BHKW, Pellets und Co.

Der Frühling naht, die Temperaturen steigen. Die letzte Verbrauchsabrechnung, resultierend aus den beiden kalten Wintern, hat uns auch im letzten Jahr wieder vor Augen geführt, dass Energie ihren Preis hat.

In einem typischen Einfamilienhaus, das vor 1995 gebaut wurde, betragen die Wärmeverluste über die Heizung in der Regel etwa 30-35 % der gesamten Wärmeverluste. Vor allem alte Heizkessel sind oft zu groß dimensioniert. Bis in die 1980er Jahre wurden die Kessel häufig „auf Sicherheit“ installiert. Bei vielen Gebäuden wurden zudem im Laufe der Jahre Stück für Stück die Außenwände, Dächer, Keller oder die Fenster verbessert. Ältere, zu groß gewählte Kessel arbeiten dann ineffizient, auch wenn der Schornsteinfeger einem hervorragende Umweltwerte bescheinigt hat. Je geringer die Auslastung des alten Kessels ist, desto niedriger ist die Ausbeute der eingesetzten Energie. Es lohnt sich oft, alte Kessel durch einen neuen zu ersetzen: Das spart Energie, Geld und Nerven.

Eine Erneuerung sollte nach Ansicht der Deutschen Energie-Agentur (DENA) geprüft werden, wenn...
• der Kessel älter als 20 Jahre ist,
• der Kessel beim Anfassen immer sehr warm ist – ein Zeichen für hohe Verluste,
• der Schornsteinfeger hohe Verluste ermittelt hat,
• ohnehin eine größere Reparatur ansteht,
• die Gebäudehülle zwischenzeitlich gedämmt wurde und der Kessel deshalb zu groß ist.

Wann ist mein Kessel zu groß?

Die DENA gibt dazu folgende Faustformel heraus:
1. Ermitteln Sie Ihren jährlichen Energieverbrauch: Dazu nehmen Sie Ihren jährlichen Ölverbrauch in Litern oder den Gasverbrauch in m3 mal 10.
2. Schauen Sie nach der Leis­tung Ihres Kessels – sie steht meist auf dem Typenschild an der Seite.
3. Teilen Sie den Energieverbrauch erst durch die Kesselleistung und anschließend durch 8.760 (durchschnittliche Stunden pro Jahr) Bei einem Ergebnis unter 0,1,ist Ihr Kessel vermutlich zu groß.

Austausch alter Kessel.

Gemäß der Energieeinsparverordnung 2009 müssen viele Kessel, die vor dem 1. 11. 1978 eingebaut wurden, künftig ersetzt werden. Der Energie-Treff informiert, wann und zu welchem Zeitpunkt. Sollten Sie sich bspw. ein Ein- oder Zweifamilienhaus kaufen, müssen Sie erst zwei Jahre nach dem Kauf den Kessel austauschen. Doch schneller handeln lohnt sich oft, denn der alte Kessel arbeitet ineffizient und verbraucht unnötig viel Brennstoff.
Weiterhin informiert er zu folgenden Fragen:
Wieviel kosten mich Pelletsheizungen, wann lohnt sich eine Brennwert-Heizung?
Wie groß sind aktuell Heizkessel, welche Größe brauche ich in meinem Haus?
Wann muss ich meinen Kessel austauschen, welche Pflichten und Umweltauflagen bestehen. Wie ökonomisch sind solche Heizungsanlagen?

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