Kindergärten in Oberaula werden für die unter Dreijährigen ausgebaut – Vorübergehendes Domizil in der Pfarrscheune

Betreuung der Kleinkinder ist gewährleistet

Zehn kleine Kinder unter drei Jahren können bislang in den beiden Kindergärten in Oberaula betreut werden. Weil diese Plätze aber nicht ausreichen werden der ev. Kindergarten in der Kerngemeinde und der gemeindliche Kindergarten „Sonnenschein“ in Hausen zurzeit aus- und umgebaut. Ab November stehen dann je 13 Plätze in beiden Einrichtungen für den jüngsten Nachwuchs zur Verfügung.

Vorgabe erreicht

„Wir hatten schon einzelne Fälle, dass Eltern von Kleinkindern vertröstet werden mussten“, erklärt Bürgermeister Klaus Wagner die Notwendigkeit der Aufstockung. Er erwartet künftig eine noch stärke Nachfrage. Hinzu kommt ab August 2013 der Rechtsanspruch der Eltern auf die Betreuung ihrer Kinder von 0 bis drei Jahren. Für 35 Prozent der Kleinen eines Jahrganges müssen ausreichend Plätze vorhanden sein. „Dieser gesetzlichen Vorgabe kommen wir in jedem Fall mit dem Ausbau beider Kindergärten nach“, betont Wagner.

Da auch der Verein Die Bärchen, eine Kinderbetreuungsgruppe in Olberode, und zwei Tagesmütter in Oberaula jetzt schon jeweils ein oder zwei Kinder unter drei Jahren betreuen, liegt die Gemeinde nach dem Ausbau der Kindergärten bei 40 Prozent. „Damit liegen wir sogar über den Vorgaben“, sagt der Gemeindechef.

Bis zum November - so lange sollen die Bauarbeiten noch dauern - müssen die Erzieherinnen und die Kinder in beiden Kindergärten auf ihre gewohnte Umgebung verzichten. Für den größeren Um- und Ausbau im ev. Kindergarten sind die beiden Gruppen in die Pfarrscheune umgezogen, denn die Räume in der Roßgasse werden komplett umgestaltet.

Keine bösen Überraschungen

Der Gruppenraum aus dem Obergeschoss wird in den ehemaligen Gemeindesaal umziehen, so dass die Gänseblümchen- und Löwenzahn-Kinder künftig auf einer Etage spielen. Zwischen den beiden Gruppenräumen im Erdgeschoss entsteht zentral mit beidseitigem Zugang der neue Sanitär- und Wickelbereich. Im hinteren Winkel des Gebäudes wurde ein Anbau errichtet, der künftig als Ruheraum dient. Bodenhohe Fenster sorgen im gesamten Kindergartenbereich für viel Helligkeit. Auch der Eingangsbereich wird umgestaltet und erhält einen Abstellraum für Kinderwagen. Im Obergeschoss werden die Büros untergebracht, ein Besprechungszimmer und ein Ausweichraum. „Glücklicherweise gab es beim Umbau des Hauses von 1928 keine bösen Überraschungen“, freut sich der „Hausherr“ Pfarrer Rainer Knoth. Das Flachdach war dicht, die Fußbodendielen sehr gut erhalten und der Zwischenboden im Erdgeschoss hat das Verlegen der neuen Leitungen sehr erleichtert. Voll des Lobes ist Knoth auch über die viele Eigenleistung der Eltern, der Kirchenvorsteher aus allen Ortsteilen und des Hauswarts. Die einkalkulierten 15.000 Euro bei einer Gesamtsumme von 190.000 Euro für den Umbau sind längst erreicht.

Bei laufendem Betrieb wird der Kindergarten in Hausen für rund 175.000 Euro umgebaut. Die Rohbauarbeiten wurden praktischerweise während der Sommerferien erledigt. Auch hier gibt es einen großen Anbau im rückwärtigen Gebäude, in den die Sterngruppe einziehen wird. Den Sonnenkindern bleibt ihr Gruppenraum erhalten.

Neue Spiellandschaft

Zwischen den beiden Räumen entsteht eine Spiel und Bewegungslandschaft mit integriertem Ruheraum und eine neue Garderobe. Die neuen Sanitärräume mit Wickelbereich werden doppelt so groß wie vorher. „Wir sind alle sehr froh, wenn die Bauarbeiten beendet sind“, sagt die Leiterin Marion Roth und hofft dabei auf Anfang November. „Das Warten lohnt sich aber, denn der Kindergarten wird sehr schön“. Beide Kindergärten in Oberaula sind im Förderprogramm des Landes Hessen und erhalten für die Umbauten nach den Plänen des Architekten Thomas Schäfer jeweils einen Zuschuss in Höhe von 120.000 Euro.

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