Selbstständig wohnen und Hilfe erhalten

Das betreute Wohnen

+
Betreutes Wohnen kann auch für Paare eine lange Zeit der Selbstständigkeit im Alter bedeuten.

Der Begriff des „Betreuten Wohnens“ ist noch nicht sehr alt. Wie der Name schon sagt, wird hier in eigenen Wohnungen richtig gewohnt. Hier hebt sich der Begriff vom klassischen Verständnis eines Altenheimes ab, mit dem man nicht allzu oft schwere Pflege, Abhängigkeit, Doppelzimmer ohne Komfort, Krankheit und Sterben assoziiert.

Beim betreuten Wohnen wird versucht, die Vorteile des Lebens im eigenen Haushalt (Unabhängigkeit und Privatsphäre) mit den Vorteilen des Lebens in einem gut ausgestatteten Heim (Angebot mit Versorgungs-, Betreuungs- und Pflegeleistungen) zu kombinieren.

Es gilt der Grundsatz: so viel Selbstständigkeit wie möglich, so viel Hilfe wie nötig. Für das betreute Wohnen gibt es bislang weder verbindliche Standards, noch ist der Begriff gesetzlich geschützt. So kann jeder Anbieter selbst bestimmen, welche Leistungen er unter vielfältigen Begriffen anbietet. Wichtige Unterschiede betreffen vor allem die Organisationsformen, Qualität, Art und Umfang der Hilfen. Im betreuten Wohnen bietet der Anbieter die Pflege nicht selbst an, da sonst die Einrichtung als Altenpflegeheim nach dem Heimgesetz definiert wird.

Ständiges Personal gibt es nicht. Dies soll das Gefühl der Selbstständigkeit stärken. In Notfällen bedeutet es aber, daß schnell geholfen wird. So z. B. über eine eigene Notrufanlage. Oftmals arbeiten die Anbieter auch mit einem Hilfsdienst zusammen. Hier wird die Hilfe über Funk herbeigerufen.

Zu den Leistungen bei der Betreuung gehört eine regelmä­ßi­ge Beratung bei Fragen zur Wohnsituation und Lebensführung. Außerdem sollten Hilfen für Leistungen zur Pflege, Betreuung und ärztlichen Versorgung gegeben und über die Möglichkeiten zur Notrufsicherung sowie über Dienstleistungs- und Freizeitangebote informiert werden.

Kommentare