Auto: Umwelthilfe warnt vor neuem Kältemittel

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Nach Untersuchungen der Deutschen Umwelthilfe ist das chemische Kältemittel 1234yf brennbar und setzt im Brandfall hochgiftige Flusssäure frei.

Berlin - Ohne Kältemittel funktioniert keine Klimaanlage im Auto. Ein neues chemisches Mittel soll die Umwelt schonen, doch es sei sehr gefährlich, warnt die Deutsche Umwelthilfe (DUH).

Das neue chemische Kältemittel 1234yf sei leicht entflammbar und setze bei der Verbrennung hochgiftige Flusssäure frei, so die DUH am Mittwoch in Berlin. Nach einem Autounfall oder Motorbrand könnten somit Unfallopfer, aber auch Helfer in Gefahr geraten.

Auch der Verband der Berufsfeuerwehr schloss sich der Kritik an. Gegebenenfalls könne Hilfe künftig nur in besonderen Spezialanzügen geleistet werden, sagte Vorstand Andreas Thöne. „Wir verlangen die Veröffentlichung von Testreihen und Sicherheitsanalysen sowie neue Versuche unter realistischen Bedingungen.“

„Wer den bisherigen Klimakiller R 134a mit dem im Brandfall akut lebensbedrohenden Chemiecocktail ersetzt, treibt den Teufel mit dem Beelzebub aus“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Die Autohersteller hätten sich für das chemische Kältemittel 1234yf als Ersatz für das klimaschädliche R 134a entschieden, obwohl Autoklimaanlagen mit dem natürlichen Kältemittel CO2 bereits serienreif entwickelt seien, kritisiert die DUH.

Seit Januar 2011 ist EU-weit die Einführung eines umweltfreundlichen Kältemittels für Klimaanlagen neuer Autos vorgeschrieben. Doch nach wie vor kommt nach Recherchen der DUH in den meisten neuen Modellen das umstrittene R 134a zum Einsatz. Dessen Treibhauspotenzialwert von 1430 liegt aber weit über der erlaubten Marke von 150. Die Bundesregierung müsse EU-Recht in Deutschland endlich durchsetzen, forderte die DUH. Das neue Kältemittel bleibt deutlich unter dem Grenzwert.

dpa

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