Ein Biedermann mit Bums

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Alles muss mit! Redakteur Peter Schiebel, Sohn Oscar (1) und Tochter Hannah (5) freuen sich über viel Platz.

Mögen am Ende die Kinder sprechen: „Papa, warum müssen wir das Auto wieder zurückgeben?“, fragt Hannah (5) nach zwei Wochen Testfahrt im Ford Mondeo Kombi. Nun, weil die Testfahrt eben zu Ende geht. „Schade.“

Ford Mondeo Turnier

Sechs Benziner- (120 bis 240 PS) und vier Diesel-Varianten (115 bis 200 PS)

Spitzengeschwindigkeit: 185 bis 241 km/h

Verbrauch NEFZ: 4,3 bis 8,0 l/100 km

Länge: 4,84 Meter

Kofferraumvolumen: 489 bis 1745 Liter

Preis: ab 24.200 Euro, in der Ausstattungsvariante

Titanium S ab 35.000 Euro

Bei den Kindern hat der größte serienmäßige Mondeo, der 2,0l Ecoboost mit 240 PS und Top-Ausstattung der Reihe Titanium S, also gewonnen. Und bei den Erwachsenen? Fest steht: Was die Kölner an Dynamik, Fahrspaß und Effizienz (7,7 Liter auf 100 Kilometer) aus einem Zwei-Liter-Vierzylinder herausholen, ist aller Ehren wert. Der Mondeo Turnier besticht durch sein sportliches Fahrwerk. Und auch das maximale Drehmoment von 360 Nm reicht locker aus, um den einen oder anderen Ungläubigen davon zu überzeugen, dass Ford-Fahrer sehr wohl dynamisch unterwegs sein können. Die gegen Aufpreis erhältlichen Fahrerassistenzsysteme wie Müdigkeitswarner, Fahrspur-Assistent oder Toter-Winkel-Assistent vermitteln zudem ein Gefühl gepflegter Geborgenheit.

Versteckte Sportlichkeit: Der Mondeo bietet Dynamik, Fahrspaß und Effizienz

Darüber hinaus bietet der Mondeo trotz seiner ambitionierten Ausmaße (4,837 Meter lang und 2,092 Meter breit) eine verblüffend gute Aussicht dank einer extrem schmalen C-Säule –auch und gerade für die Kinder, die im Fond nicht nur jede Menge Platz, sondern auch eine optimale Sitzposition haben, um auf längeren Strecken beim „Ich sehe was, was du nicht siehst“ einen klaren Vorteil zu haben. Riesenvorteil für alle: die Riesenklappe des Turnier. Sechs Getränkekisten passen locker nebeneinander, von Stauraum für Spiel- und Strandsachen ganz zu schweigen. Dass das Lenkrad extrem überladen und das Navi gewöhnungsbedürftig ist, stört – wenn – nur den Fahrer, und das wohl auch nur am Anfang. Alles bestens also, wenn, ja, wenn das etwas Billige im Detail nicht wäre – was aus dem großen Mondeo dann doch wieder einen Biedermann macht. Klobige Plastikhaken zum Einhängen der Rollos hinten etwa oder Aufkleber als Rückstrahler bei geöffneter Kofferhaube …

Und dann wäre da noch der Preis. Den Mondeo Turnier gibt’s in der schwächsten Version (1,6 l Duratec Ti-VCT mit 120 PS) mit der einfachsten Ausstattungsvariante (Ambiente) zwar schon ab 24.200 Euro, wer jedoch „was Gescheites“ haben und das Flaggschiff fahren möchte so wie wir, der ist schnell bei runden 45.000 Euro. Eine Menge Geld für die beschriebenen Abstriche bei der Verarbeitung und ein biederes Image im Vergleich zu einem 3er BMW oder einem Audi A4. Wer darüber aber hinwegsieht, der bekommt für das Geld auch eine Menge Auto – und hat bei Hannah gute Karten.

ps

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