Wieselflink, sparsam und dabei ziemlich sexy

Ford Fiesta - Stadtflitzer mit Starappeal

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Fords Bond-Auto: Die aufgefrischte Front des neuen Fiesta erinnert unseren Autor entfernt an einen Aston Martin – und Spaß macht der Kleine auch noch.

Sein Name ist Fiesta, Ford Fiesta. Das Gesicht des neuen kleinen Flitzers ähnelt tatsächlich entfernt dem Aston Martin von James Bond.

Mit neuer Front, drei neuen Motoren und verbesserter Ausstattung sowie vielen neuen Sicherheitseinrichtungen nimmt das stark überarbeitete Erfolgsmodell von Ford ab Januar die Kleinwagen-Konkurrenz von VW Polo, Opel Corsa, Re­nault Clio und Peugeot 208 verschärft ins Visier. Das Wichtigste: Die Limousine ist nicht nur sparsamer als ihr Vorgänger und viele Konkurrenten, sondern auch erheblich preiswerter: den Fiesta gibt es ab 10 950 Euro. Hier die Eindrücke vom sexy Flitzer, die wir mit dem 125 PS starken 1,0-Liter Eco-Boost-Turbomotor rund um Rom machten:

Design

Erster Eindruck vom neuen Ford Fiesta: wieselflink, sparsam und dabei ziemlich sexy

Der neue Fiesta ist sofort ein Blickfang. Mit seinem markanten trapezförmigen Kühlergrill und den schmalen schlitzäugigen Scheinwerfern mit LED-Tagfahrlicht ähnelt er dem Bond-Sportwagen zumindest von vorn. Die Front mit der neu designten Motorhaube sowie der ausgeprägte Heckspoiler lassen die Limousine gegenüber dem Vorgängermodell dynamischer und sportlicher wirken. Als Lackierung stehen zwölf flotte Trendfarben zur Auswahl, die vor allem bei jüngeren Fahrern gut ankommen dürften. Metallic kostet 765 Euro Aufpreis.

Interieur

Die Materialien im Innenraum wurden stark aufgewertet. Für Cockpit, die Instrumententafel und Sitzbezüge gibt’s innerhalb der fünf Ausstattungsvarianten zahlreiche Farbvarianten und zusätzlichen Schnickschnack. Allerdings ist das Cockpit mit seinen vielen Tasten und Knöpfen etwas überfrachtet. Praktisch hingegen: Die Bedienung des Telefons und der Musikanlage erfolgt per Sprachbefehl und erkennt selbst Dialekte.

Ford Fiesta

Ford Fiesta

Sicherheit

Neu ist neben einem Notbremsassistenten für den Stadtverkehr (350 Euro Aufpreis) die optionale Auslands-Notruffunktion „Sync“ (1125 Euro): Bei einem Unfall im Ausland wird über das Telefon ein Notruf in der jeweiligen Landessprache abgesetzt und die exakte Position des Fahrzeugs übermittelt. Serienmäßig im Fiesta ist das Sicherheitssystem „MyKey“. Mit einem programmierbaren Fahrzeugschlüssel können Eltern Sprösslingen mit frischem Führerschein z.B. die Höchstgeschwindigkeit zwischen 140 km/h und 160 km/h und auch die maximale Lautstärke der Audioanlage begrenzen.

Raumangebot

Die vorderen Sitze sind überaus bequem. Im Fond haben Zeitgenossen bis 1,85 Meter Größe gut Platz, größeren mangelt es hinten jedoch an Knie- und Kopffreiheit. Der Kofferraum fasst zwischen 295 und 979 Liter, die Mitnahme eines Radls ist wegen der geringen Innenraumhöhe jedoch problematisch.

Motoren & Verbrauch

Klein und fein: Die Materialien im Cockpit wurden aufgewertet, störend sind jedoch viele neue Tasten.

Den neuen Fiesta gibt’s mit insgesamt zehn überarbeiteten bzw. neuen Motorvarianten zwischen 65 und 125 PS, von denen laut Werk sieben unter 4,3 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen und weniger als 100 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Im Test brachte es unser 125 PS starker Fiesta mit dem 1,0-Liter-Ecoboost-Dreizylinder-Motor kombiniert bei flotter Fahrweise allerdings laut Bordcomputer auf 8,1 Liter. Außerdem gibt es eine LPG-Version sowie zwei Dieselmotoren. Sparsamster Fiesta ist der 1,6-Liter-ECOnetic-Diesel mit 95 PS, der es laut Werk auf nur 3,3 Liter Diesel pro 100 Kilometer bringen soll.

Fahrgefühl

Selbst James Bond hätte Spaß am und im neuen Fiesta. Flott und flink flitzt unser 125-PS-Gefährt dank verbessertem Fahrwerk und neuer elektrischer Servolenkung durch den Stadtverkehr und über kurvige Landstraßen und hat selbst bei hin und wieder höherem Tempo und größeren Drehzahlen noch Reserven. Als praktisch erweist sich zudem der kleine Wendekreis, das Einparken ist auch ohne optionale Rückfahrkamera ein Kinderspiel.

Preise

Das Benziner-Basismodell mit 60 PS kostet mit 10.950 Euro 800 Euro weniger als sein Vorgänger und ist rund 1500 Euro günstiger als z.B. der billigste Polo. Der Diesel startet mit dem neuen 1,5 l TDCI und 75 PS mit 14.065 Euro. Den 1,6 TDCI ECOnetic mit 95 PS gibt’s ab 16.365 Euro. Aufpreis für fünf Türen: 750 Euro.

Heinz Wilhelm

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