Heilpraktiker

Alternativer Heilberuf

Heilpraktiker ist in Deutschland eine geschützte Berufsbezeichnung für Personen, die nach dem Heilpraktikergesetz in seiner jeweils gültigen Fassung die staatliche Erlaubnis zur Aus­übung der Heilkunde besitzen, ohne über die ärztliche Approbation (nach einem medizinischen Hochschulstudium) zu verfügen.

Heilpraktiker üben ihren Beruf eigenverantwortlich aus und zählen zu den Freiberuflern. Befugnisse der Heilpraktiker sind gegenüber denen der Ärzte gesetzlich eingeschränkt. Es ist ihnen nicht gestattet, verschreibungspflichtige Medikamente zu verordnen und Geburtshilfe zu betreiben oder bestimmte Infektionskrankheiten gemäß Infektionsschutzgesetz zu behandeln. Psychotherapeutische und physiotherapeutische Behand­lungen können sie vornehmen. In Deutschland wird die Zahl der Heilpraktiker auf 20.000 geschätzt, wovon aber nur rund 6.000 in Vollzeitpraxen tätig sind. Es gibt verschiedene Interessenverbände der Heilpraktiker, die meist auch Heilpraktikerschulen unterhalten. Es handelt sich weder um einen Ausbildungs­beruf noch ein Studium. Dennoch unterliegt die „Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung“ bestimmten Zulassungsvoraussetzungen, die bundesweit durch eine amtsärztliche Überprüfung nachzuweisen ist. Die Durchführungsbestimmungen für diese Überprüfung sind allerdings in den Bundesländern unterschiedlich. Es gibt verschiedene Voraussetzungen, zum Beispiel ein Mindestalter von 25 Jahren.

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