Alles Opel und mit viel PS

Uwe Klippert fährt voll auf Opel-Technik ab – Fuhrpark mit 20 Oldtimern

„Wenn man viel Geld ausgibt, dann will man auch viel Spaß dafür“. Und Spaß hat Uwe Klippert sehr viel mit seinem großen Oldtimer-Fuhrpark. Der 49-Jährige gebürtige Oberaulaer, der heute mit Familie in Coburg lebt, hat sich seit 30 Jahren auf Autos mit Opel-Technik spezialisiert, nur Heck- oder Allradantrieb und überwiegend die Modelle Manta und GT. Besondere Schmankerl in seiner Sammlung sind drei Luxuskarossen von Bitter, Raritäten in Europa und den USA.

Insgesamt 20 fahrbereite Fahrzeuge nennt Klippert sein Eigen, verteilt auf zwei Scheunen in Oberaula und eine in Coburg. Daneben bereitet er mehrere Autos auf. „Ich baue immer an vier Wagen gleichzeitig herum“, beschreibt er seine Leidenschaft. Zurzeit sind es ein weiterer Bitter SC, ein Manta B und ein Opel GT. „Der Karman Ghia ist gerade fertig geworden, den soll meine Frau jetzt fahren“, verkündet der Maschinenbau-Ingenieur, der in der Fahrzeug-Vorentwicklung arbeitet. „Was ich am PC entwerfe kann ich oft bei meinem Hobby in der Praxis umsetzen“.

Manchmal muss auch er lange nach Lösungen suchen. Drei Jahre hat Uwe Klippert z.B. gebraucht, um einen Manta A in Handarbeit zu einem Cabrio umzubauen: Verdeck und Windschutzscheibenrahmen stammen von Audi. „Am Ende muss das Fahrzeug immer so aussehen, als hätte das Werk es so gebaut“, ist sein Ziel.

Viel Leistung muss schon sein

Der Fan von Coupés aus den 1970er und 1980er Jahren liebt viel PS. Ein Manta mit 84 PS ist der langsamste im Klippert-Stall, bei den anderen Autos ist die Leistung nach oben offen. Sein persönliches „Jeden-Tag-Auto“ ist ein Holden Monaro aus Australien, mit 430 PS und einem Corvette-Motor.

Zu seinen Lieblingsautos gehören drei Bitter-Automobile, die nur in geringer Stückzahl hergestellt wurden. Die Fahrzeuge, ursprünglich von Opel entworfen, gingen damals nicht in Serie, weil sie einfach zu teuer waren. Eigentlich sind es handgebaute Prototypen, mit sehr viel Handarbeit in Details. „Für die 130.000 DM gab es glatt zwei Corvettes, zwei Porsche 911 oder acht Opel Ascona A“, rechnet Uwe Klippert vor. Sein hellgrüner CD von 1979 ist noch im Original-Zustand. Durch den hohen Kaufpreis ist vielen Fahrzeugen ein Zerstören durch Drittbesitzer erspart geblieben.

Ortsgruppe mit zwei Mann

Ebenfalls komplett original mit Fußteppichen, mit Bitter-Monogramm und eingebauter Fertigungsnummer auf der Mittelkonsole ist auch der schwarze Bitter SC von Alexander Finger, Kumpel von Uwe Klippert und stolzer Besitzer von zwei Bitter-Fahrzeugen. Seinen Wagen, Baujahr 1985, hat er direkt aus Kalifornien importiert. „Bitter-Fahrer reden sich alle mit der Fahrzeugnummer an“, erklärt Finger und Klippert fügt hinzu: „Wir beide mit zusammen fünf Bitter sind eine große Ortsgruppe im Deutschland Fanclub“.

Von Birgit Kimpel

Kommentare