Adventsschmuck bringt Weihnachtsstimmung aufs Grab

Auf dem Friedhof weihnachtet es

Im Gedicht „Weihnachten auf dem Friedhof“ von Michael Albert läutet eine Friedhofsglocke: „Sie braust ihr Lied den Toten dort in weiter, weiter Runde: ‚Auch oben an dem stillen Ort ist’s Weihnacht’, tönt die Kunde.“ Besonders bei Familienfesten wie Weihnachten wird Hinterbliebenen das Fehlen verstorbener Familienmitglieder oder Partner bewusst.

Um die Erinnerung mit in das Fest einzubinden, werden die Gräber zu diesem Anlass von Angehörigen und Friedhofsgärtnern weihnachtlich gestaltet. Bestimmt wird die weihnachtliche Grabdekoration von Tannen- oder anderen immergrünen Zweigen. Zusätzliche Farbaspekte bringen die Früchte von Gaultherien und Ilex (Stechpalmen) oder Blüten der Christrose sowie des Schneeballs (Viburnum). Besonders zum Weihnachtsfest sind wegen ihrer symbolischen Bedeutung die Christrosen sehr gefragt. Diese lassen sich auch in einer Schale beispielsweise in Kombination mit einem Grablicht aufstellen.

Adventsschmuck in Form von Gestecken und Kränzen ist zudem eine gute Möglichkeit, das Grab eines geliebten Menschen zu schmücken. Für Gestecke empfiehlt Ines Held, Friedhofsgärtnerin aus Bonn, die Verwendung von Herzen als Dekorationsartikel, um so die tiefe Verbundenheit mit dem Verstorbenen auszudrücken. Auch das Grab selber kann mit großen und kleinen Herzen, zum Beispiel aus Rosen, Buchsbaum, Cypressengrün oder Moos geschmückt werden. „Besonders schön sind natürlich Kerzen, die in der kalten Jahreszeit dem Grab etwas Wärme spenden. In der Weihnachtszeit können außerdem weihnachtliche Gestecke oder kleine Tannenbäumchen auf das Grab gestellt werden,“ so die Friedhofsgärtnerin. Held rät jedoch: „An der Grabstätte sollte nicht übermäßig viel Schmuck angebracht werden, zu bunte Dekoration zerstört schnell den würdevollen Charakter eines Grabes.“ (BdF)

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