Ab 1. Februar gilt für bargeldlosen Zahlungsverkehr nur noch die Iban

Der Abschied von der Kontonummer naht: Das müssen Sie wissen

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Ab 1. Februar gilt für den bargeldlosen Zahlungsverkehr in der EU sowie in einigen weiteren Ländern des europäischen Wirtschaftsraums nur noch die 22-stellige Iban-Nummer.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen:

Warum kommt die Umstellung überhaupt?

Die EU-Kommisionn verfolgt mit ihr zwei Ziele: zum einen die Vereinfachung des Zahlungsverkehrs in Europa und mehr Transparenz, zum anderen – im Sinne der Verbraucher – auch eine höhere Überweisungsgeschwindigkeit. Eine Auslandsanweisung im Sepa-System (Singe Euro Payments Aera – einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum) wird in einem oder zwei Tagen gutgeschrieben – also genauso schnell wie im Inland.

Was müssen Bankkunden nun tun? 

Nichts weiter, außer künftig nur noch die 22-stellige Iban-Nummer (International Bank Account Number) zu verwenden. Am Anfang steht die Länderkennung, beispielsweise DE für Deutschland. Danach folgt eine zweistellige Prüfziffer, die Fehlüberweisungen etwa durch Zahlendreher verhindert. Danach folgen die alte, achstellige Bankleitzahl und die alte, zehnstellige Kontonummer. Hat letztere weniger Stellen, werden ihr entsprechend viele Nummern vorangestellt.

Was ist mit Daueraufträgen, Lastschriften und Überweisungsvorlagen im Online-Banking? 

Da muss nichts angerührt werden. Denn bereits Ende 2013 wurden bei der Umstellung auf Sepa alle notwendigen Änderungen automatisch vorgenommen.

Und worauf müssen Unternehmen und Vereine achten? 

Die arbeiten bereits seit zwei Jahren ausschließlich mit dem Sepa-Verfahren. Die Umstellung verlief reibungslos, so dass die Finanzwirtschaft auch für das engültige Aus alter Kontonummern und Bankleitzahlen keinerlei Probleme erwarten.

Gibt es weitere Dinge, die man wissen muss? 

Ja. Es gibt auch eine Erleichterung. Die alte Bankleitzahl wird ungültig. Für Inlandsüberweisungen reicht die Iban. Die neuen, acht- bis elfstelligen BIC (Business Identifier Code – Geschäftszeichen) werden nur für Überweisungen in Länder außerhalb der EU beziehungsweise des europäischen Wirtschaftsraums gebraucht. Wer Geld in die Türkei transferieren will, muss stes angeben.

Worauf müssen Kunden achten, die mit Smartphone oder Tablet arbeiten? 

Für sie gibt es spezielle Apps der jeweiligen Banken.

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