Schenklengsfelder liebt das Basteln an seinen Maschinen

Er hat wohl den Dicksten: Dieter Hebels Motorrad ist mit einem 360er-Schlappen bestückt

Wenn es um seine Honda Shadow geht, macht Dieter Hebel auf dicke Hose: Das Motorrad hat er so umgebaut, dass es nun mit einem 360-er Schlappen auf der Hinterachse unterwegs ist. Foto: Reymond

Schenklengsfeld. Motorräder haben es Dieter Hebel schon seit frühester Kindheit angetan. Bereits mit zwölf Jahren hat der heute 58-Jährige in seinem Heimatort Landershausen die Motorräder der Nachbarn gefahren. „Das war auf dem Land gar kein Problem“, erinnert er sich.

Seine Lust an den Zweirädern ist in den vergangenen mehr als vier Jahrzehnten nicht geringer geworden. Noch heute fährt er eine Ural mit Beiwagen. Die stammt zwar aus dem Jahre 2001, ist aber auf alt getrimmt. Da kommt dann das zweite Hobby von ihm durch. Dieter Hebel fährt nicht bloß Motorrad, er bastelt vielmehr ständig an seinen Maschinen herum.

Während die Ural fast täglich auch für Einkaufsfahrten bei ihm zum Einsatz kommt, sieht das bei seiner Honda Shadow schon ganz anders aus. Die läuft maximal 300 bis 400 Kilometer pro Jahr. Dafür hat Dieter Hebel eine ganz logische Erklärung: „Mit der Shadow macht das Fahren eigentlich keinen Spaß. Die lässt sich ganz besch... auf der Straße bewegen. Schneller als mit 85 bis 90 Stundenkilometern kann ich die nicht mehr fahren“, erklärt er.

Beim Blick auf das Hinterrad der Maschine versteht dann auch jeder Laie, was Dieter Hebel meint. Statt der eigentlich üblichen Bereifung von vorne 130 und hinten 170 Millimetern, ist seine Honda Shadow vorne mit einem 180-er Reifen und hinten gar mit einem 360er-Schlappen bestückt. Den Umbau hat er zusammen mit einem Freund komplett in Eigenleistung vorgenommen. „Einen dickeren Schlappen gibt es weltweit nicht. Und alles ist vom TÜV abgesegnet“, sagt der Schenklengsfelder Motorrad-Freak.

Angefangen, seine Shadow mit Hinterrädern von 170 über 200 und 300 bis nun 360 Millimetern umzurüsten, hat er vor gut fünf Jahren. „Ich bin halt verrückt, was Motorräder anbelangt.“ Und sollte es irgendwann einmal noch größere Hinterräder geben, Dieter Hebel würde die Gabel seiner Honda abermals verändern, auch wenn dann aus dem Fahrzeug ein Stehmobil werden würde. Er ist halt, wie er selbst von sich sagt, ein klein bisschen anders als andere, wenn es um Zweiräder geht.

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