Raiffeisenbank Werratal-Landeck beschließt vier Prozent Dividende

Widriger Kapitalmarkt erschwert das Geschäft

Ende der Amtsperiode: Stephan Schütrumpf (mit Blumen) scheidet nach sechs Jahren aus dem Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Werratal-Landeck aus. Aufsichtsratsvorsitzender Günter Dainat (von links) die Vorstände Michael Wollweber und Matthias Seim, die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Jutta Schulz sowie die Aufsichtsräte Martin Hahn und Uwe Kondziella verabschiedeten ihn. Foto: roda

Schenklengsfeld. Die anhaltenden Schwierigkeiten des Kapitalmarktes gehen auch an den Raiffeisenbank Werratal-Landeck nicht spurlos vorüber. Die zur Generalversammlung in Schenklengsfeld vom Aufsichtsratsvorsitzenden Günter Dainat vorgeschlagenen vier Prozent Dividende fürs Geschäftsjahr 2015 und damit 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr, wurden aber einstimmig von den Mitgliedern akzeptiert.

Gründe für die Anpassung der Dividende erkannten die Vorstände Matthias Seim und Michael Wollweber in ihren Vorträgen unter anderem durch den Rückgang der Bilanzsumme von 202 Millionen Euro auf 198 Millionen Euro wegen Ablauf der Bankenrefinanzierung. Auch die Zahl der Mitglieder verringerte sich von 6112 auf nunmehr 6019. Zudem wird ab 2018 ein erhöhter Druck auf die Zinsspanne der Raiffeisenbank Werratal-Landeck bei weiterhin niedrigen Zinsen erwartet. Trotzdem hat das regionale Geldinstitut im Jahr 2015 soziale und kulturelle Einrichtungen sowie Vereine mit 50 000 Euro unterstützt.

Gleichfalls auf der Positivseite vermerkten die Vorstände Seim und Wollweber eine Steigerung des Kundengeschäftsvolumens auf mittlerweile 346 Millionen Euro und werteten dies als Zeichen für intensive Kundenbetreuung. Ein Plus erfuhr zudem das bilanzielle Eigenkapital mit jetzt 23,2 Millionen Euro bei weiterhin überdurchschnittlich guter Bewertung. Und auch das Betriebsergebnis kann eine Erhöhung um 8,5 Prozent auf nunmehr knapp über zwei Millionen Euro verbuchen. Bei den Dienstleistungen schließlich wurde für 2017 der Ausbau des digitalen Vertriebskanals zur optimierten Kundenbetreuung angekündigt.

Die Generalversammlung schloss mit der Verabschiedung von Stephan Schütrumpf, der nach sechs Jahren im Aufsichtsrat mit Ablauf der Amtsperiode auf eigenen Wunsch aus diesem Gremium ausscheidet. (ha)

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