Mordfall Weimar: Vater wird seit Jahren belästigt

Schenklengsfeld. Der Mord an den beiden Philippsthaler Mädchen Melanie und Karola Weimar schockierte 1986 die Menschen. Für die Tat gebüßt und im Gefängnis gesessen hat die Mutter der Mädchen. Doch von der Unschuld der Mutter ist seit vielen Jahren eine Frau aus der Nähe von Hamburg überzeugt.

Für sie ist der in Ransbach lebende Vater der Schuldige. Obwohl schon einmal vom Amtsgericht Bad Hersfeld wegen ihrer Intrigen verurteilt, stellt sie dem Vater weiter nach. Immer wieder schickt sie ihm Postkarten, auf denen sie ihn als Mörder bezeichnet.

Seit Juli treibt sie mit einem Bekannten jetzt abermals ihr Unwesen in der Region. Am Sonntag, 22. Juli, an diesem Tag wäre Melanie 33 Jahre alt geworden, besuchte die Norddeutsche das Grab des Mädchens. Nicht ohne vorher den Vater aufzufordern, auch nach Röhrigshof auf den Friedhof zu kommen und endlich seine Schuld einzugestehen. Stattdessen erschienen Weimars Anwalt Frank Jansen mit Polizeibeamten am Grab und machte der Hamburgerin und deren Begleiter unmissverständlich deutlich, dass sie mit ihren Aktionen aufhören sollten. Doch Frau ließ sich davon nicht schrecken.

Abermals Anklage erhoben

Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaf in Fulda Ende August wieder Anklage wegen Beleidigung gegen die Frau aus Norddeutschland erhoben. Doch das kümmert sie nicht. Nach wie vor belästigt sie den Ransbacher. Erst gestern war es wieder so weit. „Ich komme gerade von einer Hetzjagd“, beschreibt sie am am Telefon ihren jüngsten Besuch bei Weimar. Der wusste sich nicht anders zu helfen, als im Auto von Ransbach zu seinem Anwalt nach Schenklengsfeld zu flüchten. Hintendrein die selbsternannte Aufklärerin.

„Das geht nun wirklich zu weit. Ich fühle mich zwar mittlerweile selbst in meiner Privatsphäre massiv belästigt, aber meinem Mandaten ergeht es da viel schlimmer. Ich muss ihn schützen“, erklärt Frank Jansen. Gegen die Stalkerin aus Hamburg will er nun weitere Schritte einleiten. „Das muss schnellstens ein Ende finden“, führt der Anwalt weiter aus.

Von Mario Reymond

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