Ein Hilfsprojekt ist jetzt 40 Jahre alt

Viele Besucher: Jugendhilfestation feiert Jubiläum im alten Wüstfelder Sägewerk mit Spiel, Spaß und Musik

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Fleißige Helfer: Das Team der Jugendhilfestation im alten Wüstfelder Sägewerk hatte zum Jubiläumsfest einiges vorbereitet.

Wüstfeld. Ein vielfältiges Programm hat das Team der Jugendhilfestation anlässlich seines 40-jährigen Bestehens am vergangenen Samstag auf die Beine gestellt.

Getreu des Mottos: „Viel Musik statt großer Worte“ begingen die Frauen und Männer der Jugendhilfestation mit ihren Gästen das Freudenfest im Alten Sägewerk. Zu Beginn der Feierlichkeiten stand ein Gottesdienst, der vom Posaunenchor Schenklengsfeld musikalisch begleitet wurde.

Vor 40 Jahren gründete die Bad Hersfelderin Heide Schumann-Held gemeinsam mit einer Freundin die erste familienintegrative Wohngruppe. Ziel des zunächst kleinen Projektes war es, den Kindern eine menschenwürdigere Heimerziehung als in Großheimen zu ermöglichen. Mit den Worten: „Junge Menschen ein Stück weit zu begleiten, ihnen eine Chance zu geben, damit sie ihr Leben einmal selbst meistern können“, umschreibt Schumann-Held den Kerngedanken ihrer erzieherischen Tätigkeit. Heute leiten Martin Brosche und Kristin Garcia-Amoedo die Jugendhilfestation.

Später wurde das anfangs ausschließlich stationäre Wohnprojekt auf Anfrage des Landkreises Hersfeld-Rotenburg zur heutigen Jugendhilfestation ausgebaut. So wurde im Laufe der Zeit das Angebot stetig erweitert: Heute umfasst es neben dem Kinderhaus und einer Jugendwohngruppe in Bad Hersfeld auch eine ambulante Tagesgruppe mit zehn Plätzen im Alten Sägewerk in Wüstfeld, wo sich auch die Geschäftsstelle befindet. Insgesamt gewährleisten 45 Mitarbeiter, überwiegend Erzieher und Sozialpädagogen mit unterschiedlicher Spezialisierung, die bedarfsgerechte Betreuung der Jugendlichen. „Wir unterstützen die Jugendlichen in ihrer persönlichen Entwicklung“, beschreibt Martin Brosche den Tätigkeitsschwerpunkt der Jugendhilfestation. Aber „der Wille dazu muss von den jungen Menschen selbst kommen“, betont der Sozialpädagoge.

Was in 1976 als kleines Wohnprojekt begann, hat sich heute zu einem umfassenden Angebot für Entwicklungshilfe von Kindern mit emotionalem, sozialem oder schulischem Förderbedarf ausgeweitet.

Um diese Entwicklung gebührend zu feiern, standen den Gästen nach dem Gottesdienst weitere drei Veranstaltungen bevor: Die Big Band Landeck präsentierte ein Jazzprogramm vom Feinsten, bevor die Routiniers von der Rappelkiste als letztes musikalisches Event die Bühne rockten. Höhe- und Schlusspunkt der Veranstaltung war schließlich das bunte Feuerwerk am späten Abend, mit dem das gelungene Fest zu Ende ging.

Von Lisanne Jungkunz

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