Hegegemeinschaft für höhere Abschlusszahlen

Bestand an Rotwild ist zu hoch

Trophäenpräsentation: Am Beispiel mehrerer Geweihe erläuterte Forstrevierleiter Klaus Horchler vom Vorstand der Rotwildhegegemeinschaft Seulingswald die Besonderheiten der Hirsche. Die Ausstellung bildete den Rahmen der Hegeschau und Mitgliederversammlung in Schenklengsfeld. Foto: roda

Schenklengsfeld. Die Vielzahl der präsentierten Hirschgeweihe aus der Jagdsaison 2015/16 bildete den waidmännisch fachlichen Rahmen der jährlichen Hegeschau und Mitgliederversammlung, zu der die „Rotwildhegegemeinschaft Seulingswald“ nach Schenklengsfeld eingeladen hatte.

Nach Eröffnung der Versammlung durch den Vorsitzenden Dr. Hans-Werner Führer, erläuterte dessen Stellvertreter und Forstrevierleiter, Klaus Horchler, Besonderheiten der Trophäen. Dabei können die Geweihe der männlichen Tiere Hinweis für einen dem Lebensraum zahlenmäßig angepassten und gesunden Rotwildbestand sein, was auch Ziel der jagdlichen Hege sei, erklärte Horchler weiter.

Mehr Tiere erlegen

Im Verlauf der Tagesordnung wurde zudem das Abschussergebnis des vergangenen Jahres besprochen und ein neuer Abschussplanvorschlag für die kommende Saison vom 1. Mai 2016 bis 31. Januar 2017 beschlossen. Darauf bezogen wird der gegenwärtige Rotwildbestand für zu hoch befunden und soll deshalb vermindert werden. Um vor allem Wildschäden in Wald und Flur zu begrenzen, soll die Strecke von 556 erlegten Tieren aus dem vergangenen Jagdjahr nun auf 639 Stück erhöht werden.

Der ebenfalls zur Hegeschau anwesende Vertreter der unteren Jagdbehörde des Kreises Hersfeld-Rotenburg, Michael Gauler, wird nun unter Berücksichtigung des Gesamt-Abschussvorschlags die Abschusszahlen der jeweiligen Reviere festlegen. Er übernimmt diese Aufgabe federführend auch für die am Rotwildbezirk Seulingswald beteiligten Landkreise Werra-Meißner im Norden sowie Fulda im Süden.

Die Jagdhorn-Bläsergruppe des Kreis-Jagd-Vereins Hersfeld umrahmte die Veranstaltung musikalisch. (ha)

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