Diplom-Ingenieure informierten den Friedewalder Haupt- und Finanzausschuss über Pläne

Zwölf neue Windkraftanlagen

Friedewald. Wie es mit der Windenergie in Friedewald weitergehen soll, darüber informierten jüngst Diplom-Ingenieur Ingo Sauer, Geschäftsführer der BürgerWind Gaishecke GmbH und der Windpark Bad Hersfeld KG, sowie Diplom-Ingenieur Frank Heuser, ebenfalls Geschäftsführer der BürgerWind Gaishecke GmbH, die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses. Im Anschluss daran gab der Vorsitzende Bernd Iffland allen Anwesenden Gelegenheit, Fragen zum Thema zu stellen. Gemäß den Erläuterungen sollen im Jahr 2015 im Bereich des interkommunalen Windparkprojektes Gaishecke auf Flächen der Kommunen Heringen (Werra), Wildeck und Friedewald insgesamt zwölf neue große Windkraftanlagen installiert werden. Nach den derzeitigen Vorplanungen befinden sich vier Anlagen auf dem Gebiet der Gemeinde Friedewald, zwei in Wildeck und sechs Anlagen in Heringen.

Dabei handele es sich um Anlagen mit einer Nabenhöhe von rund 150 Metern, die einen Jahresertrag an elektrischer Energie von etwa 78 000 000 Kilowattstunden erzeugen sollen. Dies entspreche laut den Experten dem Energiebedarf von etwa 20 000 Haushalten und führe zu einer CO2-Einsparung von ungefähr 46 800 Tonnen pro Jahr. Ein weiterer Windpark ist im Bereich des Roteberges westlich von Friedewald geplant. Auch hier sollen nach dem momentanen Planungsstand vier Anlagen in der Friedewalder Gemarkung entstehen; zwei Anlagen werden sich dann auf dem Gebiet der Stadt Bad Hersfeld drehen.

Auf Nachfrage wurden nicht nur die positiven Effekte, wie zum Beispiel zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinden, erörtert, sondern es gab auch kritische Ansätze. So beantworteten Frank Heuser und Ingo Sauer Fragen zum Thema Lärmbelästigung und Schattenwurf. Auch ökologische Aspekte standen zur Diskussion, so die möglichen Auswirkungen auf den Vogelzug oder die im Bereich der Autobahnbrücke eventuell vorhandenen Fledermausbestände.

Der Haupt- und Finanzausschuss nahm die Erläuterungen zustimmend zur Kenntnis. Einvernehmlich wurde das Angebot der Betreiber angenommen, die Ergebnisse aus den Schall- sowie den Schattenwurfgutachten vor dem Einreichen des Genehmigungsantrages nochmals detailliert in einer öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vorzutragen. (red/esp)

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