Facebook dient als Plattform für Streitereien

Zwist wegen Pferdekrankheit

Mansbach. Der Pferdehof Arhöna in Mansbach steht derzeit in der Schusslinie von Pferdefreunden des benachbarten „Stall 3“ in Mansbach. In einem Schreiben an unsere Zeitung sowie mit Facebook-Einträgen fährt die Eiterfelderin Mareike Vogt, die für „Stall 3“ tätig ist, schwere Geschütze gegen Arhöna auf.

Der Vorwurf: Auf Arhöna grassiere eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die dort nicht ernstgenommen werde.

Dazu erklärt Arhöna-Geschäftsführer Heiko Steinmann, dass vor gut vier Wochen bei einem Hengst die Druse ausgebrochen ist. Dabei handelt sich nach Angaben des Eiterfelder Tierarztes Dr. Dirk Heeß, der sich um die Tiere auf Arhöna kümmert, um eine bakterielle Infektionskrankheit mit starkem Fieber, die jedoch nicht mehr meldepflichtig ist.

Eitrige Geschwüre

Bei erkrankten Tieren werden auch die Lymphen im Kopfbereich befallen. Es treten eitrige Geschwüre auf, die dann aufplatzen. Das betroffene Tier auf Arhöna sei schließlich isoliert worden. Da es zuvor in einer kleineren Gruppe von anderen Pferden gestanden hat, wurden auch bei diesen drei oder vier Tieren die Bakterien ebenfalls nachgewiesen. Die Krankheit ist bei ihnen nach Angaben des Tiermediziners jedoch nicht ausgebrochen. „Ende der Woche werden wir noch einmal Kontrolltupfer nehmen, um zu sehen, ob die Druse-Erreger weg sind“, erklärt Dr. Heeß.

Seiner Meinung nach sind auf Arhöna sämtliche Vorkehrungen getroffen worden, um ein Ausbreiten der Krankheit zu verhindern. „Das habe ich auch so den Verantwortlichen beim Veterinäramt in Bad Hersfeld mitgeteilt“, führt der Tierarzt weiter aus.

Verdächtige Tiere isolieren

Da die Krankheit über Speichel, Eiter und Nasensekret verbreitet werde, sei es sinnvoll, die verdächtigen Tiere zu isolieren. Auch beim Säubern der jeweiligen Boxen sei Vorsicht geboten. Denn selbst über die Gummistiefel könnten die Bakterien weitergetragen werden, wenn das betroffene Pferd beispielsweise in die Einstreu geniest habe. Daher sei es wichtig, sämtliche Tiere auf dem Hof zu lassen. „Wer in Panik sein Tier aus dem Stall holt, um es schützen zu wollen, kann so die Krankheit auf andere Bestände übertragen. Denn das Pferd kann die Bakterien im Körper tragen, ohne selbst zu erkranken. Das ist die große Gefahr“, erklärt der Eiterfelder Tiermediziner.

„Unhaltbarer Vorwurf“

„Darauf haben wir natürlich geachtet“, sagt Steinmann. Den Vorwurf, Arhöna habe seine infizierten Tiere auf die Weiden gestellt, wies er als unhaltbar zurück. Gegen Mareike Vogt, die sich gestern zu ihren Anwürfen im Netz lieber nicht mehr äußern wollte, hat Arhöna Strafantrag gestellt. Dies bestätigte Heiko Steinmann auf Anfrage. Mareike Vogt bezeichnete er als bekennende Arhöna-Gegnerin, die sich immer wieder despektierlich über die dort angewandten reiterischen Methoden geäußert haben soll.

Von Mario Reymond

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