250 Dinge, die wir an der Region mögen (210): Die Sängerhütte über Friedewald

Zweites Heim für Sangesbrüder

Einen wunderbaren Ausblick über das Hessische Kegelspiel genießt man von der Sängerhütte.

Friedewald. Hoch über Friedewald, gegenüber dem Dreienberg und am Rand des Hersfelder Waldes, „thront“ die Sängerhütte. Vor knapp vier Jahrzehnten mit Unterstützung des Sangesbruders und Architekten Wilfried Kiefer geplant und gebaut, diente diese Hütte den Frauen- und Männergesangvereinen als zweites Heim und Ort für Feiern aller Art aus der Gemeinde.

Auch für private Veranstaltungen war die Sängerhütte zu mieten, was aber vor einigen Jahren für großen Wirbel sorgte, als dort die legendären „drink me death“ Partys stattfanden. Inzwischen ist es etwas ruhiger geworden an diesem herrlichen Platz und immer wieder musste die Hütte und ihr Drumherum ausgebessert und gepflegt werden.

Das Besondere an diesem Standort entdeckt man aber erst, wenn man von der Ortsmitte über die Hersfelderstraße oder die Große Hohle, die Alte-Hersfelder-Straße ständig bergauf geht. Für die 1,7 Kilometer braucht man schon eine gute halbe Stunde. Je näher man an das Ortsende gelangt, um so größer wird die Erwartung an herrliche Ausblicke und Landschaften, die schon zu erahnen sind. Ist man an der Sängerhütte angekommen, locken Bänke zum Ausruhen. Eine Tafel zeigt an, was der Spaziergänger bzw. Besucher in Nah und Fern zu sehen bekommt. Erst einmal einen weiten Blick in das Kegelspiel der Rhön, über Dreienberg, Landecker, Soisberg hinweg. Im Hintergrund die Hohe Rhön, wo man bei guter Fernsicht sogar die Wasserkuppe erkennt. Wer diesen Anblick genossen hat und zur Ruhe gekommen ist, kann eine andere Strecke ins Dorf zurück laufen. Gegenüber der Sängerhütte geht es noch mal kurz bergauf, ehe man auf der Hochebene an der Windmühle, mit Blick auf die alte und neue Autobahntrasse, vorbei kommt. An Kindergarten, Feuerwehr und Festhalle geht es vorbei zurück in den Ortskern. Das sind noch einmal 2,4 Kilometer.

Von Norbert Möller

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