Zwei Absprünge und ein großes Lob

Mario Reymond

Das geplante Abwahlverfahren gegen Bürgermeister Hans Ries im Heringer Stadtparlament könnte am 27. März zu einer mehr als peinlichen Veranstaltung für die Initiatoren von SPD und CDU werden. Die notwendige Zweidrittelmehrheit von 21 Stimmen scheint nicht gesichert. Ein Unterzeichner des Antrags auf Abwahl aus den Reihen der SPD hat definitiv erklärt, nun doch nicht gegen Ries zu votieren. Die ganze Angelegenheit habe aus seiner Sicht ohnehin keine Erfolgsaussichten.

Spätestens die Bürger würden sich bei einem Urnengang nicht gegen den amtierenden Bürgermeister stellen. Von daher sei die Abwahlaktion seiner Meinung nach völlig überflüssig.

Die Geschlossenheit der Fraktionen von SPD und CDU bei der Abstimmung hatten im Gegenzug jedoch einige Vertreter der WGH gefordert, um sich ihrerseits auch gegen Ries auszusprechen. Deren Zahl wird nun immer kleiner.

Nach aktuellem Stand würden sich derzeit wohl genau die benötigten 21 Parlamentarier für die Einleitung eines Abwahlverfahrens finden. Tendenz weiter abnehmend. Warten wir also den Sitzungsabend am Mittwoch, 27. März, ab.

Und noch einmal Heringen. Das Ganzjahresbad bleibt nach wie vor Gesprächsthema. Wie wir aus gut unterrichteten Kreisen erfahren haben, ist die Pächterin des Badcafés, das bis Ende Mai endlich fertiggestellt sein soll, von dem Pachtvertrag mit der Stadt wieder zurückgetreten, da sie Probleme bei der Personalrekrutierung bekommen habe. Und ein neuer Betreiber sei nicht in Sicht. Auch das derzeit von der Pächterin bewirtschaftete Bürgerhaus samt Gaststätte „Zum Geleucht“ werde sie demnach zum 30. September aufgeben, da für diesen Komplex seitens der Stadt eine Komplettsanierung angedacht ist. Auch dieser Vertrag soll bereits aufgelöst worden sein.

In Bad Hersfeld dagegen ist die Arbeit von Bürgermeister Thomas Fehling in dieser Woche geadelt worden: Seine Idee eines Lullus-Sportparks in der Fuldaaue fand den uneingeschränkten Beifall des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier. Der war bei seinem Besuch in der Stadt sowohl vom Konzept wie vom Engagement der einbezogenen Vereine äußerst angetan. Jeder der dabei war, konnte sehen, dass da mehr war als höfliches Interesse war. Mal sehen, was am Ende draus wird.

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