Zeiter Bauabschnitt zur Sanierung der Philippsthaler Schlossparkmauer beginnt

Die Zuschüsse sind da

Besichtigt: (von links hinten nach rechts vorne) Philippsthals Parlamentsvorsteher Andreas Nennstiel, Michael Schmidt (Beigeordneter), die beiden Bundestagsabgeordneten Helmut Heiderich und Michael Roth, Bürgermeister Ralf Orth, Ansgar Brockmann vom Landesamt für Denkmalpflege, Klaus-Dieter Erbe (Beigeordneter), Gemeindevertreter Ralf Merkel, Kreisdenkmalpflegerin Heike Madus, Tobias Döll vom Bauamt der Marktgemeinde und Gemeindevertreterin Ulrike Wenig vor dem bereits sanierten Teilstück der Schlossparkmauer an der Mühlstraße in Philippsthal. Foto: Reymond

Philippsthal. In drei Bauabschnitten wird die 550 Meter lange Schlossparkmauer in Philippsthal saniert. Dabei fallen Gesamtkosten in Höhe von 574 000 Euro an. Bereits abgeschlossen wurden im vergangenen Jahr die Arbeiten an der Mauer entlang der Mühlstraße. Die Kosten hierfür beliefen sich auf 174 000 Euro. Das Landesamt für Denkmalpflege beteiligte sich mit 70 000 Euro an den Kosten.

Gestern wurde der Bewilligungsbescheid des Bundes aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm für den zweiten Abschnitt im Philippsthaler Schloss an Bürgermeister Ralf Ort übergeben. In Berlin hatten sich die beiden Bundestagsabgeordneten Helmut Heiderich (CDU) und Michael Roth (SPD) für das Philippsthaler Projekt stark gemacht. Insgesamt schießt der Bund für den zweiten Bauabschnitt 110 000 Euro hinzu. 45 000 Euro kommen noch einmal vom Land. Insgesamt sind für die zweite Bauphase 200 000 Euro an Kosten veranschlagt. Das Geld wird für die Arbeiten an dem Mauerstück hinunter zum Sportplatz in Philippsthal benötigt. Die Arbeiten sollen schnellstmöglich beginnen und noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. „Am kommenden Donnerstag findet vor Ort die sogenannte Bauanlaufbesprechung statt“, erklärt Tobias Döll vom Bauamt der Marktgemeinde.

Im kommenden Jahr wird dann das letzte größere Teilstück der Schlossparkmauer im Innenbereich wieder hergerichtet. Dann werden noch einmal rund 200 000 Euro benötigt, teilte Bürgermeister Ralf Orth mit.

Baubeginn 1685

Die barocke Residenz der Landgrafen von Philippsthal wurde von 1685 bis 1735 errichtet. Die Geschichte des Komplexes geht aber bis in 12. Jahrhundert zurück, als dort ein Kloster errichtet wurde. Die barocke Residenz war schließlich seit dem Jahre 1925 unbewohnt. Im Jahre 1985 erwarb die politische Gemeinde das Anwesen. In den Jahren 2007 und 2008 wurde der Schlosspark saniert. Heute befindet sich im Schloss ein Handels- und Dienstleistungszentrum. Der idyllische Schlosspark mit seinen alten Bäumen lädt zum Verweilen ein.

Freuen würden sich die Philippsthaler, wenn im kommenden Jahr wieder einmal die Bad Hersfelder Festspiele mit einer Außenaufführung in den Schlosspark kommen würden. „Das hat in diesem Jahr nicht geklappt. Eine Fortsetzung würden wir begrüßen“, sagte Ulrike Wenig (CDU), Vorsitzende des Schlossparkausschusses.

Kein Festspielprogramm

Bürgermeister Ralf Orth machte ihr da jedoch wenig Hoffnung: „Mein Hersfelder Kollege Thomas Fehling hat dies mit Blick auf die Kosten abgelehnt. Die Festspiele sollten komplett in Bad Hersfeld belassen werden. Diese Aussage ärgert mich schon ein wenig.“

Von Mario Reymond

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