Zwei Fohlen schaffen die Prämierungseinstufung

Zuchterfolg mit Arhöna-Pferden

Edle Rasse: Dieser Schimmel der „Pura Raza Espanol“ aus dem Mansbacher Gestüt wurde von Chefbereiterin Josy Leyh (links) zur Körung vorgeführt. Das Pferd ist vermutlich der einzige Original Karthäuserhengst außerhalb Spaniens und kann jetzt zur Warmblutzucht in Deutschland verwendet werden. Foto: nh

Mansbach. Das Gestüt „Arhöna Schloss Mansbach“ züchtet seit sechs Jahren Reitpferde der Rasse „Pura Raza Espanol“ (reine spanische Rasse). Jährlich einmal werden die neu geborenen Fohlen während einer sogenannten Eintragungsreise von einem Sachverständigen begutachtet und bewertet.

Bei einer Note über 7,5 wird das junge Pferd dann als „Prämienfohlen“ bezeichnet und bekommt den Vermerk mit Zahl auch in seinen Pass eingetragen. Das letzte Prämienfohlen stellte das Gestüt im Jahr 2011 vor. Nun aber hat Zuchtrichter Hans Britze aus Vechta bei seiner diesjährigen Eintragungsreise gleich bei zwei Fohlen aus dem Mansbacher Stall den Status der Prämierung anerkannt.

Für Gestütsleiter Heiko Steinmann ist dieses Ergebnis schon fast eine Sensation. Es bestätige einmal mehr den Zuchterfolg des Gestüts. Bei der Bewertung wurden sechs Fohlen mit ihren Stutenmüttern von der Chefbereiterin Josy Leyh vorgeführt, die somit am Erfolg beteiligt ist.

Deckhengste gekört

Darüber hinaus wurden an diesem Tag auch drei Deckhengste für die Warmblutzucht gekört. Damit stehen nach Auskunft von Steinmann alle Gestütshengste für die Zucht der „Pura Raza Espaniol“ auch in Deutschland zur Verfügung, darunter ein Schimmel mit der Höchstnotierung von 9,5. Dieses Pferd, so vermutet der Gestütsleiter, sei der einzige Original Karthäuserhengst außerhalb Spaniens. Erste Züchtungen dieser Rasse begannen bereits vor einigen Jahrhunderten durch Kartäusermönche in Spanien.

Durch die weltweiten Eroberungen der Konquistadoren fanden die Reittiere dann rund um den Erdball Verbreitung und sind vermutlich der Ursprung vieler anderer Pferderassen. (ha)

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