Am Awo-Altenzentrum in Heringen ist gestern Richtfest gefeiert worden

69 Zimmer für Senioren

Richtspruch: Zimmermann Manfred Weiß aus Oberdorla leert das Glas.

Heringen. Das neue Awo-Altenzentrum in Heringen nimmt mehr und mehr Gestalt an. Gestern wurde auf dem Anwesen an der Fuldischen Aue Richtfest gefeiert.

Nachdem nun auch der Dachstuhl fertig ist, kann der Innenausbau des sechs Millionen Euro teuren Komplexes beginnen. „Wir liegen voll im Zeitplan und wollen Ende April fertig sein“, erzählt Awo-Nordhessen-Geschäftsführer Michael Schmidt.

Erste Einzüge im Mai

Im Mai sollen dann die ersten Senioren in das Gebäude einziehen. Insgesamt 69 Pflegeplätze stehen zur Verfügung. Schmidt geht davon aus, dass es etwa ein Jahr dauern wird, bis das neue Altenzentrum komplett belegt sein wird. Denn die Awo möchte in erster Linie ein Haus für ältere Menschen aus Heringen anbieten. „Das heißt aber nicht, dass wir irgendjemanden ausgrenzen wollen. Wenn es auch Interessenten aus der weiteren Umgebung geben sollte, werden wir natürlich mit den Menschen sprechen“, führt Schmidt weiter aus.

Besonderes Konzept des Awo-Altenzentrums ist nach Aussage Schmidts das Leben in Hausgemeinschaften. Diese moderne Wohnform fördere gemeinschaftliches Leben und das Gefühl „Zuhause“ zu sein. Um dies zu erreichen, würden die Bewohner in einen ganz normalen Tagesablauf eingebunden. Entsprechend ihrer Fähigkeiten könnten sie sich in das gemeinschaftliche Leben einbringen, das einem ganz normalen Haushalt ähneln werde. „Die Großfamilie von 13 bis 15 Personen wird ihren Alltag gemeinsam organisieren, begleitet und unterstützt von qualifizierten Alltagsbegleiterinnen. Die Pflegetätigkeiten obliegen natürlich ausgebildeten Pflegekräften“, führt Michael Schmidt weiter aus.

Die 17 bis 24 Quadratmeter großen Einzelzimmer mit eigenem Bad – vier Quadratmeter – dürfen die künftigen Bewohner weitestgehend selbst möblieren. Vorhanden sind Pflegebett, Nachttisch und Schrank.

In zehn Fällen teilen sich jeweils zwei Einzelzimmer einen gemeinsamen Vorraum und ein Bad mit bodengleicher Dusche und WC. Diese Zimmer sind besonders für Ehepaare geeignet.

Gemeinsam kochen

Jede Hausgemeinschaft wird eine Wohnküche mit rund 60 bis 79 Quadratmetern zur Verfügung haben, wo das gemeinsame Leben stattfindet und die gemeinsamen Mahlzeiten vorbereitet und eingenommen werden. „In diesem Wohnmittelpunkt sollen zudem gemütliche Möbel für eine familiäre Atmosphäre sorgen. Die großzügig bemessenen Terrassen und die Balkone von jeweils rund 16 Quadratmetern pro Wohngruppe bieten ausreichend Platz, um frische Luft und Sonne zu genießen“, erklärt der Geschäftsführer der Awo-Nordhessen.

Den Geist eines offenen Hauses vermittele zudem im Erdgeschoss eine Begegnungsstätte mit 59 Quadratmetern, die für Veranstaltungen zur Verfügung stehe und die Verbindung zur Gemeinde herstelle. Ein weiteres Angebot zum Verweilen solle eine möblierte Terrasse mit gestalteter Grünfläche bieten.

Von Mario Reymond

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