(244): Das Werra-Kalibergbau-Museum Heringen

Zeitreise durch das Kalirevier

Bergbaugeschichte: Museumsleiter Hermann Josef Hohmann (links), und der Vorsitzende des Förderkreises, Norbert Deisenroth am Arbeitsplatz des Fördermaschinisten. Archivfoto: Lenz

Heringen. Nachdem Anfang der 1890er Jahre südlich des Harzes erstmals Kali gefunden worden war, brach bald auch im Werratal ein regelrechter Rausch nach dem weißen Gold aus.

Seit über einem Jahrhundert ist der Kalibergbau, der dem einstmals bitterarmen hessisch-thüringischen Grenzgebiet zu einem gewissen Wohlstand verholfen hat, prägend für die Region und ihre Bewohner.

Einblicke in die Entwicklung des Kalibergbaus von der Pionierzeit bis hin zu modernen Abbauverfahren gibt das Werra-Kali-Bergbaumuseum in Heringen. Seit 1993 ist die Ausstellung zum Bergbau in der Region im ehemaligen Schulgebäude am Anger in der Kernstadt untergebracht. Mit originalen Maschinen und Geräten, Modellen, Fotos, Filmen und Computeranimationen können die Besucher auf eine Zeitreise durch über 100 Jahre Kalibergbau gehen. Angefangen von Geologie und Entstehung der Lagerstätten über den Abbau unter Tage bis hin zur Verarbeitung und Verwendung über Tage reicht das Themenspektrum der Ausstellung. Ein weiterer Bereich zeigt auf, wie das Leben von und mit dem Bergbau die Sozialstruktur, bauliche Entwicklung und Traditionen des Werratals geprägt hat. Zum Fundus des Kalimuseums gehört außerdem ein großes Bildarchiv über die Geschichte des deutschen Kalibergbaus und der Kali-Industrie.

Neben der Dauerausstellung bietet das Museum auch Raum für regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen zu unterschiedlichen Themen. Träger des Kalimuseums ist die Stadt Heringen, die Mitglieder des gemeinnützigen Förderkreises unterstützen die Schau nicht nur finanziell, sondern auch durch tatkräftiges Zupacken bei der Restaurierung der Exponate.

Öffnungszeiten: Vom 20. Dezember bis zum 5. Januar ist das Museum geschlossen.

Im Winterhalbjahr (1. November bis 28. Februar): Dienstag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr; im Sommerhalbjahr: Dienstag bis Freitag: 14 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag: 13 bis 18 Uhr.

www.kalimuseum.de

Von Jan-Christoph Eisenberg

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