Initiative sammelt mehr als 700 Unterschriften

Zeichen gegen den Windkraft-Spargel

BI-Aktion: Auch Bürgermeister Dirk Noll unterstützt mit seiner Unterschrift das Ansinnen der Bürgerinitiative für ein l(i)ebenswertes Friedewald.

Friedewald. Die Bürgerinitiative für ein l(i)ebenswertes Friedewald (BI) hat Unterschriften gegen die vielen rund um Friedewald geplanten Windkraftanlagen gesammelt.

Nach Informationen der Initiative hätten am Samstag innerhalb von zehn Stunden mehr als 700 Menschen, größtenteils aus Friedewald, den Ortsteilen aber auch aus Herfa, mit ihren Unterschriften den Unmut über die geplanten Windkraftanlagen rund um die Dreienberggemeinde ausgedrückt.

Laut BI sei es nicht zu spät, gegen die Projekte zu demonstrieren. Derzeit würden die avifaunistischen Gutachten erstellt. In diese müssten aktuelle Beobachtungen und Bilddokumentationen mit einfließen.

Von einem verschließen vor der Energiewende könne ebenfalls keine Rede sein. Vielmehr gehe es um die Art und Weise vor Ort, rund um den Dreienberg. Die Bürgerinitiative sorge sich um das zukünftige Landschaftsbild, die indirekten negativen Einflüsse durch Infraschall oder Schattenwurf und die direkten Belastungen durch die Zuwegung zum Roteberg. Die angedachte Trasse liege keine zweihundert Meter nördlich des Ortes und werde durch weit über 5000 notwendige Lkw-Fahrten nichts vom ruhigen Charakter behalten.

„Die negativen Einflüsse, diese wahnwitzigen Planungen und diese kaum vorstellbaren Belastungen sehen immer mehr Einwohner aus Friedewald und Umgebung kritisch auf sich zukommen und wollen das nicht einfach hinnehmen“, sagt Maik Hahn von der BI.

Viele Menschen aus dem Heringer Ortsteil Herfa hätten ebenfalls den Weg nach Friedewald genommen und sich mit der Unterschrift konkret gegen die Anlagen am Waltersberg – direkt vor ihrer Haustüre – ausgesprochen. „Die Angst vor den gebündelten, weithin sichtbaren und bis zu 200 Meter hohen Denkmälern einer gewollten Energiewende geht in der Region um“, führt Hahn weiter aus.

Mit ihren Unterschriften hätten alle ein klares Zeichen gegen die Verspargelung der Dreienbergregion und gegen die Zerstörung von Lebensraum und Naherholungsgebieten um Friedewald herum gesetzt. (red/rey)

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